Weilheim ist abgestiegen

- Weilheim - Rechnerisch ist zwar noch einiges möglich, doch selbst für die Weilheimer steht fest: Nach dem 0:4 (0:2) beim SV Planegg ist der Abstieg aus der Bezirksliga besiegelt.

Elf Minuten waren noch zu spielen, doch Stefan Sobocan hatte schon genug: "Jetzt mag ich nicht mehr", sagte der Planegger mit einem Augenzwinkern, als ein Mitspieler seinen Pass verstolperte. Sein Tagwerk hatte Sobocan längst erledigt, mit drei Toren (43., 47., 75.) hatte er den TSV Weilheim praktisch im Alleingang besiegt. Beim Auslöser für das Debakel aus TSV-Sicht -dem 1:0 durch Timo Detterbeck (42.) -hatte der Unparteiische nicht unerheblich seine Finger im Spiel. Nach einem weiten Pass liefen zunächst zwei Planegger aufs Weilheimer Tor zu. Nachdem die Linienrichterin die Fahne gehoben hatte, blieben die TSV-Verteidiger stehen -doch der Abseitspfiff blieb aus. In den Ärger über den Gegentreffer hinein fiel Sobocans 2:0. "Danach war das Spiel gelaufen", analysierte Weilheims Trainer Gediminas Sugzda. "Unbegreiflich, wie der Schiri so eine Entscheidung fällen kann."

Am Abstieg sei die Fehlentscheidung aber nicht schuld: "Eine ganze Saison kann so etwas nicht beeinflussen", so Sugzda. Rechnerisch ist zwar noch der Klassenerhalt drin, doch Sugzda hat diesen bereits abgehakt: "Das ist so etwas von unrealistisch."

Gegen Planegg wäre durchaus etwas drin gewesen, die Weilheimer kombinierten gefällig und hatten durch einen Heber von Christian Mayer die erste Möglichkeit, doch SV-Torwart Alexander Schaupp lenkte den Ball über die Latte (12.). Auf der Gegenseite fabrizierte Martin Burger nach einer Hereingabe fast ein Eigentor, der Pfosten und TSV-Keeper Ludwig Spitzer retteten (18.). Ab Mitte des Abschnitts hatte Weilheim den Gegner im Griff, große Chancen blieben aber Mangelware. Die beste Möglichkeit erspielten sich die Gäste in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Nach Hereingabe von Max Janni und einer Kopfballvorlage von Stano Krotak kam Johannes Winkler einen Schritt zu spät.

In der zweiten Hälfte bemühte sich der TSV zwar noch, rannte sich aber immer wieder an der massierten Planegger Abwehr fest. Die Hausherren ihrerseits hatten bei diversen Kontern noch gute Möglichkeiten, unter anderem traf Matthias Schmidt ans Außennetz (50.), einmal rettete Spitzer gegen Rondehl Slater (87.).

Quelle: Merkur.de

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