FC Pipinsried mit Personalproblemen

Weiß interessiert das Strobl-Höß-Theater nicht

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Saison-Aus für den Pipinsrieder Dribbler Arthur Kubica? Nach einer ersten Diagnose (Sehnen- und Muskelabriss im Leistenbereich) sieht es ganz danach aus.

Das erste Bayernliga-Heimspiel des FC Pipinsried im Jahr 2016 ist ein ganz besonders brisantes. Nach dem Sieg beim Spitzenreiter VfR Garching empfängt das Team aus dem Landkreis Dachau am morgigen Sonntag seinen Ex-Trainer Tobias Strobl, der in Diensten des Liga-Konkurrenten TSV Schwabmünchen steht.

Viel ist gesprochen worden in den zurückliegenden Tagen über die anhaltenden Streitigkeiten zwischen Tobias Strobl und dem FC Pipinsried, in persona Konrad Höß. Doch das ganze Ballyhoo ist nun beendet, am Sonntag richtet sich das Interesse ab Punkt 14 Uhr auf den Sport.

Schwabmünchens Coach Strobl wird – wie berichtet – nur von der Seitenlinie aus Akzente setzen können. Eine spezielle Begrüßung darf er von FCP-Präsident Konrad Höß nicht erwarten – aus einem ganz einfachen Grund: „Ich begrüße nie einen Trainer in Pipinsried, das macht unsere Stadionsprecherin.“

Höß bemüht sich, das Thema Strobl vor dem Spiel klein zu halten: „Das ist ein ganz normales Punktspiel in der Bayernliga, nichts anderes.“

Auch FCP-Coach Bernd Weiß will sich mit dem Thema Tobias Strobl nicht befassen: „Mich interessiert das überhaupt nicht, für so ein Theater haben wir keine Zeit. Aktuell haben wir selbst genug Probleme, da können wir uns nicht auch noch mit diesem Thema befassen.“

Die Probleme beim FC Pipinsried sind personeller Natur. So muss Weiß auch im ersten Heimspiel des Jahres 2016 gleich auf mehrere Spieler verzichten. Aus beruflichen Gründen werden gegen den TSV Schwabmünchen Armin Lange und Markus Achatz fehlen. „Markus wird uns in der Defensive sehr fehlen“, befürchtet Weiß. Zudem ist Ruben Popa angeschlagen, hinter seinem Einsatz steht noch ein dickes Fragezeichen. Verletzungsbedingt werden Vincenzo Potenza (Bänderriss) und Arthur Kubica fehlen. Letzterer hat sich nach erster Diagnose einen Sehnen- und Muskelabriss in der Leistengegend zugezogen. „Arthur wird zwar noch einmal einen Spezialisten aufsuchen, aber ich fürchte, dass die Saison für ihn gelaufen ist“, so Weiß.

Nachdem der FCP beim Spitzenreiter Garching mit dem 1:0-Sieg überraschend drei Punkte hat einfahren können, steht nun das schwere Heimspiel gegen Schwabmünchen auf dem Plan. Sowohl Höß, der den jüngsten Auswärtscoup seines Teams mit „einem Lottogewinn“ verglich, als auch Bernd Weiß sind sich der Schwere der Aufgabe bewusst: „In Garching haben wir für das Spiel nicht so viel gemacht, da ging es primär darum, defensiv gut zu stehen, um im entscheidenden Moment den Lucky-Punch zu setzen. Nun, im Heimspiel, können wir nicht nur verteidigen. Wir müssen gegen Schwabmünchen die richtige Mischung finden, ordentlich nach vorne zu spielen, aber auch in der Defensive nicht zu offen zu stehen.“

Für Weiß ist der Dreier von Garching nur dann etwas Wert, wenn gegen Schwabmünchen „zumindest nicht verloren wird“. Damit würde man den Abstand von vier Punkten auf den ersten Relegationsabstiegsplatz halten. Höß fordert von der FCP-Mannschaft eine ähnliche Einstellung wie in Garching: „Da hat man gesehen, was drin ist, wenn man kämpferisch alles gibt. Stimmt die Einstellung, ist im Fußball einiges möglich. Das wird ein ganz harter Fight für uns.“

Auch der ehemalige Pipinsrieder Spielertrainer Tobias Strobl durfte sich am vergangenen Wochenende über einen gelungenen Frühjahrsrundenstart seines Teams freuen. Er holte mit Schwabmünchen einen 2:1-Heimsieg gegen den Abstiegskonkurrenten Erlbach.

Quelle: fussball-vorort.de

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