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Wenig Interesse am Männerfußball: SV Wörth muss seine Zweite Abmelden

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Von: Bernd Heinzinger

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Sie halten dem SV Wörth seit vielen Jahren die Treue (v. l.): Alfred Winter (40 Jahre), Hermann Bartl (60 Jahre), Renate Gross (25 Jahre), Eduard Weindl (50 Jahre) und Franz Bartl sen. (60 Jahre).
Sie halten dem SV Wörth seit vielen Jahren die Treue (v. l.): Alfred Winter (40 Jahre), Hermann Bartl (60 Jahre), Renate Gross (25 Jahre), Eduard Weindl (50 Jahre) und Franz Bartl sen. (60 Jahre). © Bernd Heinzinger

In der Jahreshauptversammlung des SV Wörth gab es aus den einzelnen Abteilungen auch einige mahnende Worte zu hören.

Wörth – Seitens der Fußballer meinte Abteilungsleiter Heini Hundsnurscher, dass man schweren Herzens die Zweite Herrenmannschaft habe abmelden müssen. Hauptproblem: Viele A-Jugendliche machten vor dem Wechsel in den Männerbereich Schluss mit dem Fußball. „Hoffentlich ändert sich das künftig wieder“, betonte Hundsnurscher. Immerhin konnte der SV, teilweise in Spielgemeinschaften, alle Altersstufen im Nachwuchsbereich abdecken.

Beim Tennis kämpft der Verein mit sinkenden Mitgliederzahlen, berichtete Abteilungsleiter Peter Schweitzer. Nur noch die Herren 60 könne der Verein alleine im Punktspielbetrieb anmelden: „Wir müssen uns dringend überlegen, wie wir neue Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zum Verein bringen.“

Bei der Gymnastikabteilung dagegen konnte der corona-bedingte Negativtrend in diesem Jahr wieder gebrochen werden, die Zahlen steigen. Beim SV Wörth gibt es hier Angebote für jede Altersklasse.

Vorsitzender Adi Hundhammer erkannte die Probleme beim Nachwuchs im Verein und betonte: „Wir werden unser Bestes geben, das zu ändern.“ Angesichts der hohen Investitionen für den Fußballbereich hatte er noch einen Antrag parat: Der Spartenbeitrag soll um 13 auf 48 Euro im Jahr steigen. Die Mitglieder votierten einstimmig dafür.

Weil im Sportheim die Toiletten – auch die für Behinderte – im Keller angesiedelt sind, brachte Hundhammer einen Treppenlift ins Gespräch: „Ansonsten gibt es bei uns keine Barrierefreiheit.“ Die Mitglieder genehmigten, dass sich der Vorstand um Planungen dazu kümmern darf. Über die Finanzierung eines Modells, im Gespräch sind Kosten von rund 13 000 Euro, wird in der nächsten Versammlung entschieden.

Als „schönste Aufgabe“ in der Jahreshauptversammlung bezeichnete der alte und neue Vorsitzende Hundhammer die Ehrung für langjährige Mitglieder. Jubiläen gab es dabei eine Menge zu feiern. Drei Männer sind sogar bereits seit 60 Jahren dabei, und Hundhammer meinte dazu, dass er selbst noch nicht einmal so alt sei. Johann Bauer, Franz Bartl sen. und Hermann Bartl bekamen dafür ein extra großes Geschenk vom Vorsitzenden überreicht.

Weitere Ehrungen

25 Jahre: Pia Schweitzer, Erich Thanner, Katharina Thanner, Marianne Thanner, Stefan Tanner, Irmgard Knauer, Martina Knauer, Moritz Konrad, Renate Gross, Vera Simon, Christina Notka, Tilo Notka, Jutta Seifert, Lukas Seifert, Jonas Mittermaier, Isolde Zürner.

30 Jahre: Sigrid Bartl, Franz Bartl jun., Max Mayr, Daniela Stimmer.

40 Jahre: Wolfgang Behn, Roswitha Mayer, Alfred Winter, Hannelore Hahn

50 Jahre: Anni Grögler, Ottilie Kuhn, Johann Prem, Eduard Weindl.

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