"Selbstvertrauen habe ich auf jeden Fall"

Wenigstens Tim Sulmer hat Grund zur Freude

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Ehrgeizig und selbstbewusst: Tim Sulmer vom SV Pullach, Schütze des „Bayerntreffers des Monats Juli“

SV Pullach - Vermutlich ist auch Tim Sulmer nach dem 1:5 beim FC Unterföhring das Lachen vergangen. Trotzdem war er der einzige Spieler des SV Pullach, der sich am Wochenende über einen fußballerischen Erfolg freuen durfte

Am Tag vor der Derby-Klatsche wurde Sulmers Tor zum 1:0 auf dem Weg zum Pullacher 2:1-Auswärtssieg bei der SpVgg Hankofen-Hailing zum „Bayerntreffer des Monats Juli“ gekürt, mit eindrucksvollen 57 Prozent der abgegebenen Stimmen. Als der 18-Jährige diesen überzeugenden Beweis seines Talents ablieferte, schien für ihn und die Mannschaft alles glatt zu laufen: Der SVP hatte nach drei Partien sieben Punkte gesammelt, Sulmer schon drei Tore beigesteuert. Danach holte die Mannschaft nur noch einen Punkt, Sulmer ging seither leer aus.

Trotzdem zweifelt beim SV Pullach niemand daran, dass sich Manager Theo Liedl mit ihm ein echtes Offensivjuwel geangelt hat. Er selbst schon gar nicht. „Ich will in jedem Spiel alles versuchen, denn man weiß nie, wer zuschaut. Mein Ziel ist es mit Fußball mal ein bisschen mehr Geld zu verdienen“, hofft er, an der Gistlstraße für höhere Aufgaben entdeckt zu werden. Und zu diesen Ambitionen gehört für ihn auch die breite Brust: „Selbstvertrauen hab ich auf jeden Fall.“

Auffällig auch: Für seine Jugend hat der gebürtige Franke schon viele Stationen durchwandert. Von seinem ersten Verein ASC Boxdorf in Nürnberg ging es über den FSV Erlangen-Bruck 2010 weiter zum 1. FC Nürnberg. Zum Einstieg feierte er dort die ersten beachtenswerten Erfolge: den DFB-Länderpokalsieg mit der Bayernauswahl und die Berufung in die deutsche U16-Nationalmannschaft. Das zweite Jahr beim Club verlief jedoch enttäuschend, weshalb er weiterzog, erst zum TSV 1860 München, dann zur SpVgg Unterhaching, wo er unter Trainer Christian Ziege vorübergehend bei den Profis mittrainierte.

Nach einer Zwischenstation bei der SG Quelle Fürth heuerte Sulmer dann an der Gistlstraße an, um einen neuen Anlauf in Richtung Profifußball zu starten. Und das, obwohl es einige andere Interessenten gab. „Ich bin wegen einer Ausbildung zum Medienkaufmann nach München gekommen. Es hieß, ich könnte nach Heimstetten oder Garching gehen, aber da konnte ich dann nicht mittrainieren, weil die mitten im Abstiegskampf waren. Dann habe ich in Pullach trainiert und es hat mir so gefallen, dass ich gesagt habe, hier bleibe ich.“ Was auch an Frank Schmöller liegt. „Ein sehr guter Trainer“, lobt Sulmer den SVP-Coach, der die Wertschätzung erwidert, den flinken Außenstürmer aber auch anhält, weiter an sich zu arbeiten: „Den Ball dreimal mit der Sohle mitzunehmen, das ist Jugendfußball. Er muss sich schnell daran gewöhnen, das Verspielte abzustellen, und dabei seine Stärken, das Eins-gegen-eins und den Abschluss zu bewahren“, fordert Schmöller, verspricht aber gleichzeitig: „Tim ist ein frecher Hund und ich werde den Teufel tun, ihn in ein Korsett zu zwängen.“ Schließlich könnte ein ungezähmter Sulmer den SVP jederzeit mit einem Traumtor aus der Krise schießen.

Quelle: fussball-vorort.de

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