Wenn die Kinder größer sind...

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Als Coach des BCF arbeitet Andi Brunner sehr erfolgreich. Doch vielleicht wagt der Mann mit der Bundesliga-Lizenz sogar den Sprung ins Profigeschäft.

Wolfratshausen – Die Arbeit als Coach des BCF Wolfratshausen ist für Andreas Brunner auf mehrere Jahre angelegt. Die Heimatzeitung hat ihn einmal genauer betrachtet.

Seine Karriere als Trainer wird der 44-Jährige aber aller Voraussicht nicht an der Kräuterstraße beenden – zumindest nach jetzigem Stand. Denn Brunner möchte „in drei oder vier Jahren vielleicht irgendwo in Europa oder der Regionalliga arbeiten“. Zu wertvoll ist dem Perchtinger seine Fußballlizenz, die er im Oberland exklusiv hat. Die zu erlangen war zuerst mit etwas Glück verbunden. Erich Rutemöller, zuständiger Dozent an der Sporthochschule in Köln, wollte in den 90er-Jahren neben ehemaligen Profispielern „einige Sportstudenten dazunehmen, um das Niveau in der Theorie anzuheben“.

Brunner war einer von ihnen; einer, der sich am Ende durchsetzte. Das halbe Jahr habe ihn zwar „viel Geld gekostet“, war aber ein „toller Einblick in den Profibereich“. Der blieb ihm als Trainer bislang verwehrt. Zumindest hospitiert hat der Sportlehrer im Bezahlfußball im Zuge regelmäßiger Fortbildungen. Die Gründe, weswegen Brunner meist südlich von München als Übungsleiter gearbeitet hat, liegen auf der Hand: Er ist Vater von drei Kindern und hätte nur „etwas gemacht, wenn ich in der Nähe etwas bekommen hätte“. Mit den Kindern durch „die Welt zu reisen“, kam für den 44-Jährigen nicht in Frage. „Dafür habe ich meine eigene Kindheit zu sehr gemocht.“

Ob sich der Hobbyradler wirklich noch einmal gravierend verändern möchte, weiß er wohl selbst noch nicht. Schließlich ist da auch sein Tagesjob als Sportlehrer am Biberkor-Gymnasium in Höhenrain. „Es ist aber nicht ganz vom Tisch“, gibt er sich unentschlossen. Brunners Laufbahn als Fußballer war indes weniger erfolgreich und von überschaubarer Dauer. Über seine Heimatregion in Gars am Inn und den ESV Freilassing kam er in jungen Jahren zu den Amateuren des TSV 1860 München.

Ein Kreuzbandriss beendete jäh das Streben nach höheren Zielen. Eigentlich wollte er nach dem Studium „schon weiterspielen“, doch da bog er bereits ab auf die Trainerschiene. Vier Übungstage bei den Starnberger A-Junioren machten es „zeitlich unmöglich, nebenher vernünftig Fußball zu spielen“. Dafür hat Andi Brunner inzwischen an die 20 Jahre Erfahrung als Fußball- Lehrer gesammelt. Erfahrung, von der momentan der BCF Wolfratshausen nachhaltig profitiert.

von Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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