Fußball

Weßlings Aufholjagd nach Holperstart

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Mit nur sechs Treffern Weßlings erfolgreichster Torschütze: Robin Waechter. 

Florian Schober, Trainer des Fußball-Kreisligisten SC Weßling, ist mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden - trotz des holprigen Saisonstarts. Was dem SCW fehlt, ist ein echter Knipser.

WeßlingAn der Tabellensituation in der Kreisklasse 1 hat Florian Schober nichts auszusetzen: „Die Mannschaften, die vor uns stehen, stehen da zurecht.“ Der Trainer des SC Weßling erkennt an, dass der VSST Günzlhofen mit 41 Punkten und der TSV Geiselbullach mit 35 Zählern bisher eine starke Saison abgeliefert haben. Gegen den dritten Platz seiner Elf hat der Coach ebenfalls nichts einzuwenden. „Das ist die Maximal-Ausbeute für uns.“ Er stuft die 30 Punkte, die sich sein Team in 16 Partien unter den Nagel gerissen hat, als optimalen Wert ein.

Mit dieser Summe war nach den ersten fünf Spieltagen nicht zu rechnen. Weßling spielte gleich zum Auftakt den FC Emmering an die Wand, kam aber nicht über ein Unentschieden hinaus. Größere Bedeutung besaß das Remis gegen den VSST, während es in Aufkirchen (0:4), gegen Gröbenzell (0:1) und in Gauting (1:3) bittere Niederlagen setzte. „Die ersten Spiele waren sehr durchwachsen“, stellt Schober fest.

Seine Mannschaft hatte im späten Frühjahr wieder Überstunden schieben müssen. Vor einem Jahr spielte sie in der Relegation gegen den Abstieg aus der Kreisklasse, 2019 um den Aufstieg in die Kreisliga. Die Pause bis Ende Juli war zu kurz, um wieder die Köpfe frei zu bekommen. Der Vize-Meister der abgelaufenen Saison quälte sich im Liga-Alltag und erreichte nur unter Flutlicht die alte Form. Im Pokal eliminierte der Sportclub unter anderen den TSV Geiselbullach mit 5:1, gegen den es später in der Runde ein 0:4 auf eigenem Terrain setzen sollte. Auch der TSV Peiting war dem Underdog nicht gewachsen, weshalb die Weßlinger am 1. Mai 2020 im Finale des Zugspitzkreises gegen den FC Penzberg stehen. „Das ist für uns mal was Besonderes“, freut sich Schober auf den Vergleich mit dem Landesliga-Anwärter. Irgendwann kratzte sein eigenes Team dann auch in der Meisterrunde die Kurve. Bis zur Winterpause scheffelte es aus elf Begegnungen 28 Punkte. Nur ein Unentschieden gegen Inning und die Pleite gegen Geiselbullach trübten die Bilanz.

Der Tabellendritte musste hart schuften für diese Bilanz. Bei fünf Siegen erzielte er jeweils nur einen Treffer mehr als der Gegner, was sich auch in der Torbilanz niederschlägt. Mit 28 Kisten kommt der Sportclub nur auf die Hälfte der Treffer, die dem VSST gelangen. „Einen Knipser-Typen haben wir leider nicht“, räumt Trainer Schober ein. Am zuverlässigsten netzte bisher Robin Waechter ein. Mit seinen sechs Buden steht er in der Torjägerliste allerdings nur auf Rang 17 der Liga.

Der Sportclub hatte jedoch einige Ausfälle zu verkraften Jan Robert Stefaniak und Andreas Meisinger verletzten sich genauso wie Christoph Wolf am Kreuzband. Eine Pause gönnte sich Christian Schnell. Schober hofft auf eine Rückkehr des Verteidigers: „Vielleicht steigt er wieder ein.“ Bisher erledigten seine Kollegen aus der Abwehr ihren Job überaus eifrig. Nur 24 Gegentreffer bedeuten einen starken Wert, rechnet man mit ein, dass die Mannschaft schon zweimal mit 0:4 hoch verloren hat. Vor allem auf die Torhüter Johannes Urban und Michael Brieske war Verlass.

Quelle: Merkur.de

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