SVP-Coach wettert gegen Spielplan

"Wettbewerbsverzerrung!" Schmöller attackiert BFV scharf

Pullachs Trainer Frank Schmöller fordert von seinen Spielern vollen Einsatz. Er selbst geht sowieso immer mit bestem Beispiel voran. Foto: Robert Brouczek

Nur zwei Punkte aus drei Spielen hat der SV Pullach zuletzt geholt, von denen noch dazu zwei auf eigenem Platz ausgetragen wurden. Eine derart maue Bilanz ist für die Fans des amtierender Meisters und Vizemeisters der beiden Vorjahre mehr als ungewohnt – einerseits. 

Andererseits habe es seine Elf in den vergangenen beiden Partien auch mit „den zwei stärksten Mannschaften der Bayernliga“ zu tun bekommen, erinnerte Trainer Frank Schmöller nach der 0:3-Niederlage gegen Heimstetten am Dienstag – nur drei Tage, nachdem sich die Raben mit 1:1 vom TSV Rain getrennt hatten.

Mit Blick auf die kurze Pause wetterte der Trainer nach dem Abpfiff einmal mehr über den Spielplan in der 19er-Liga, der seinen Pullachern stets jenen Gegner zuteilt, der sich am Spieltag zuvor ausruhen konnte. „Wettbewerbsverzerrung“ sei das, zeterte Frank Schmöller. Und weiter: Offenbar sei es vonseiten des Verbandes unerwünscht, dass eine Mannschaft wie Pullach, die nicht aufsteigen könne, abermals Meister werde.

Doch während das Thema Kraft am Dienstag laut dem Trainer „sicher ein Faktor war“, will er davon vor dem Auftritt beim TSV Landsberg am Samstag um 14 Uhr nichts mehr hören: „Die Jungs hatten fünf Tage, um sich auszuruhen. Wem das nicht reicht, der hat sich den falschen Sport ausgesucht“, sagt Schmöller. Und dennoch ist es aus zweierlei Hinsicht fraglich, ob am Samstag die gleiche Elf wie am Dienstag anfangen wird.

Denn erstens humpelten nach dem Heimstetten-Spiel gleich drei angeschlagene Spieler vom Platz: Andreas Roth, Alexander Benede und Max Zander, der bereits zur Pause ausgewechselt wurde. Wer von diesem Trio bis Samstag fit werde, sei noch offen, sagt Schmöller. Darüber hinaus stehe ein Fragezeichen hinter Niklas Mooshofer, der nach seiner langen Verletzungspause 45 Minuten gegen Rain und 90 Minuten gegen Heimstetten auf dem Feld stand. „Da muss man erst mal schauen, wie er das verkraftet hat“, sagt sein Coach.

Zweitens will Schmöller auch nicht ausschließen, nach den zuletzt so mageren Ergebnisse „vielleicht auch personell etwas zu ändern“. Zwar möchte der Coach ausdrücklich nicht von einer Krise sprechen – „das wäre dann doch übertrieben“. Aber auch Schmöller weiß: „Ergebnistechnisch ist es eher ungewöhnlich, dass wir mal drei Spiele lang nicht gewinnen. Wir haben momentan sicher nicht unsere beste Phase.“

SV Pullach: Krasnic, Mooshofer, Benede, Jobst, Bauer, Dinkelbach, Roth, Penic, Hutterer, Leugner, Dotzler.

Quelle: fussball-vorort.de

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