Widemann hält Hachings Traum am Leben

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Dominik Widemann erzielte den 1:0-Siegtreffer gegen Münster.

SpVgg Unterhaching - Haching wahrt die Chance auf den Klassenverbleib, braucht aber einen Sieg und weitere Schützenhilfe.

Die Entscheidung über den dritten Absteiger in der 3. Liga ist auf den letzten Spieltag vertagt worden. Regensburg und Borussia Dortmund II sind bereits in der Regionalliga gelandet, noch bangen müssen die SpVgg Unterhaching, Hansa Rostock und der FSV Mainz 05 II. Aber die „Rot-Blauen“ haben zumindest ihre Hausaufgabe mit dem 1:0-Heimsieg gegen Preußen Münster erledigt. Das Team von Trainer Claus Schromm muss beim Saisonfinale in Erfurt gewinnen – und darauf hoffen, dass sich Rostock und Mainz noch Ausrutscher erlauben.

Vor dem letzten Heimspiel gab es jede Menge Aufregung bei der SpVgg, denn Torhüter Felix Ruml steckte im Stau und kam zu spät zur Besprechung. „Wir sind doch nicht in der Freizeitliga“, schimpfte Präsident Manfred Schwabl.

Kurzerhand stellte Trainer Schromm den Junioren Yannick Öttl zwischen die Pfosten, für den erkrankten Markus Schwabl rückte der 18-jährige Andreas Volk in die Abwehr. „Da sieht man, dass wir eine tolle Jugend haben, da kommen nächste Saison noch viele Talente nach“, lobte Schwabl.

Ein anderer Nachwuchsspieler sorgte dann auch noch für das entscheidende Tor: Auf Zuspiel des überragenden Alon Abelski erzielte Dominik Widemann in der 23. Minute seinen neunten Saisontreffer. Gegen erstaunlich passive Gäste aus Westfalen versäumten es die Hachinger nach Pause dann, das Torverhältnis zu verbessern, was für das Saisonfinale nicht unwichtig gewesen wäre. Die mangelnde Chancenverwertung war der einzige Minuspunkt bei einer kämpferisch sehr starken Leistung.

„Sicher war es eine mutige Aufstellung, aber die jungen Spieler haben es prima gemacht. Jetzt sind wir weiter bei der Musik dabei, und der Funke ist zum Publikum übergesprungen“, freute sich Schromm.

Dank einer Freikarten-Aktion kamen 3600 Zuschauer in den Sportpark. „Die Unterstützung durch die Fans war einfach fantastisch“, meinte Schwabl, der jetzt auch noch eine Kiste Weißwürste nach Cottbus schicken muss. „Die haben uns gegen Rostock Schützenhilfe geleistet, jetzt schauen wir mal, wie es Rostock am letzten Spieltag in Dresden geht“, meinte der Präsident, der weiter die Spendierhosen anziehen muss. „Wenn die Mannschaft am Mittwoch das bayerische Pokalfinale in Weiden gewinnen sollte, dann gibt es eine satte Prämie, sie bekommen einen Teil der 140?000 Euro, die wir mit dem Einzug in die erste Hauptrunde verdienen würden“, kündigt der frühere Profi an.

Die Akteure strotzen nach dem Heimerfolg voller Selbstvertrauen. „Ich bin überzeugt, dass die Rostocker in Dresden nicht gewinnen, wir aber eine Chance in Erfurt haben. Aber jetzt wollen wir am Mittwoch unbedingt erst einmal den Totocup gewinnen“, sagte Thomas Hagn, der gleich nach dem Endspiel in Erfurt mit der deutschen U-20-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft nach Neuseeland reisen wird.

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Quelle: fussball-vorort.de

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