Widemann macht Last-Minute-Sieg perfekt

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Der Matchwinner: A-Juniorenspieler Dominik Widemann (r.) trifft beim 4:2-Heimsieg der SpVgg Unterhaching gegen Rot-Weiß Erfurt gleich zweimal.

SpVgg Unterhaching - Mit einer neuen Herangehensweise und einer noch jüngeren Startelf gelingt der SpVgg Unterhaching gegen Rot-Weiß Erfurt ein Last-Minute-Sieg.

Christian Ziege ist kein Freund von langen, weit geschlagenen Bällen, die eine Mannschaft in die gegnerische Hälfte befördert. Beim Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt war diese taktische Herangehensweise vom Trainer des Drittligisten aber ausdrücklich erwünscht. „Heute haben wir das Spiel mit langen Bällen ausnahmsweise mal durchgezogen“, sagte Hachings Linksverteidiger Fabian Götze.

Und die Taktik ging auf: Die SpVgg gewann gegen die Thüringer mit 4:2 (1:2). „Ich bin froh, dass wir das Spiel gewonnen haben und drei Punkte geholt haben“, lautete Zieges Fazit nach dem sechsten Saisonerfolg.

Besonders froh war nach dem Heimsieg durch zwei späte Treffer vor allem Dominik Widemann (18). Dem Hachinger A-Junior gelang bei seinem Startelfdebüt gleich ein Doppelpack. „Unfassbar. Mir fehlen die Worte“, sagte der Matchwinner.

In den Anfangsminuten boten sich vor 1300 Zuschauern beiden Teams früh die ersten großen Torchancen. Erfurts Carsten Kammlott vertändelte den Ball freistehend vor Hachings Torwart Michael Zetterer (3.). Hachings Benjamin Schwarz zielte per Distanzschuss drüber (4.). Nach einem Fehlpass von Danilo Dittrich zog Erfurts Kammlott aus 25 Metern ab und erwischte Zetterer eiskalt. Der Schlussmann der Rot-Blauen ließ den Schuss zum 0:1 durchrutschen (5.).

Die Partie entwickelte viele Torchancen auf beiden Seiten: Nach Schüssen der Heimelf durch Kenny Prince Redondo (18.) und Andreas Voglsammer (25.) traf Erfurts Andreas Wiegel die Latte (31.). Widemann schoss drüber (38.), bevor es kurz danach Yannic Thiel besser machte: Nach einer Vorlage des für den schwachen Dittrich bereits in der 35. Minute eingewechselten Lucas Hufnagel flankte Markusch Schwabl vom rechten Flügel in den Strafraum. Thiel stand am kurzen Pfosten goldrichtig und köpfte zum 1:1 ein (41.).

Der Vorsprung hielt jedoch nicht lange: Erfurts Kevin Möhwald nutzte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte eine Unachtsamkeit der Hausherren bei einem Freistoß und schob freistehend zum 1:2 ein (45.+2).

Haching hatte mal wieder kräftig bei einer Standardsituation gepennt: Die SpVgg wollte weit vor dem eigenen Tor auf Abseits spielen, was gänzlich in die Hose ging. Der durchgestartete Möhwald konnte sich alleine im Hachinger Strafraum die Ecke aussuchen. „Das war der falsche Zeitpunkt, um auf Abseits zu spielen. Das müssen wir uns bei nächsten Mal besser überlegen“, umschrieb Kapitän Mario Erb das amateurhafte Abwehrverhalten in dieser Situation.

Unzufrieden und in Rückstand musste das Team in die Halbzeitpause gehen. „Die erste Hälfte war nicht so berauschend“, gab der abermals aufopferungsvoll kämpfende Stürmer Andreas Voglsammer zu. Im zweiten Durchgang wurde Haching dann stärker. Lucas Hufnagel schoss zunächst am Erfurter Tor vorbei (48.), kurz darauf scheiterte Voglsammer an Gäste-Torwart Philipp Klewin (51.).

Auf der Gegenseite hatten auch die Thüringer weiterhin gute Chancen zum Ausgleich: Haris Bukva beförderte einen abgefälschten Ball an den Querbalken (50.), und Wiegel zielte knapp am Pfosten vorbei (52,).

Daraufhin schlug die Stunde von Widemann: Voglsammer legte einen Ball zum Hachinger A-Junior mustergültig ab, Widemann verwertete zum 2:2 (57.). Nachdem Voglsammer bei einem Schuss erneut in Klewin seinen Meister gefunden (60.) und die Gäste durch Möhwald (59.) verpasst hatten, hatte die SpVgg Glück: Der nicht gut aufgelegte Zetterer klatschte einen Freistoß mit einer Hand nach vorne ab. Der mitgelaufene Rafael Czichos staubte vor dem leeren Tor ab, doch Schiedsrichter Christof Günsch entschied auf Abseits (80.).

Als vieles auf ein Remis hindeutete, zog Haching noch einmal an. Benjamin Schwarz beförderte einen Freistoß aus spitzem Winkel zum 3:2 in die gegnerischen Maschen (88.). Nur eine Minute später bediente der eingewechselte Simon Ollert nach einem schnellen Vorstoß der Hausherren seinen A-Junior-Mannschaftskollegen Widemann, der ins leere Tor zum 4:2 einschob (89.).

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Quelle: fussball-vorort.de

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