Hauptsponsor engagiert sich auch beim Merkur CUP

Widemann sagt ab - Schromm: "Thema ein für allemal durch"

Dominik Widemann (r.) war sich mit seinem Ex-Klub einig, sagte dann aber doch ab. Foto: mis

Die SpVgg Unterhaching ist für den Start ins neue Fußball-Jahr gerüstet. Sportliche und personelle Baustellen gibt es kaum, eine andere wurde nun geschlossen: Ab sofort hat der Drittligist nach einem halben Jahr auch wieder einen Hauptsponsor.

Aus der Region, mit der sich der Verein so verwurzelt fühlt und aus dessen Fundus er auch vorwiegend seine Nachwuchs-Kicker rekrutiert, stammt der neue Partner nicht. Das ostwestfälische Unternehmen Frostkron, das Tiefkühl-Fingerfood produziert und nach ganz Europa vertreibt, hat sich für die nächsten zweieinhalb Jahre als Hauptsponsor verdingt. Trikot- und Bandenwerbung wird es geben, und die erstmals zum Heimspiel gegen Wehen-Wiesbaden am 27. Januar sogar auf einer modernen LED-Bande. Neben den Profis laufen auch alle Jugendmannschaften bis zur U13 mit dem neuen Dress auf.

Die spannendste Frage, nämlich wie viel der neue Hauptsponsor den Hachingern pro Saison bezahlt, blieb offiziell unbeantwortet. „Für die Dritte Liga angemessen“, so Präsident Manfred Schwabl, „wir wurden fair behandelt.“ Geschätzt wird, dass die SpVgg pro Jahr gut 300 000 Euro erhält. Zudem erhält die SpVgg mit dem Dreieinhalbjahres-Vertrag Planungssicherheit. Das Unternehmen würde der SpVgg auch in der Regionalliga die Stange halten und ebenso natürlich auch im Aufstiegsfall bleiben.

"Fußballfans sind unsere Zielgruppe“, erklärte Geschäftsführer Frédéric Dervieux, „von denen kriegen wir ein direktes Feedback.“ Auch im Sportpark, wo die TK-Snacks künftig bei den Heimspielen angeboten werden. Auf die Rückmeldung kann man gespannt sein: In Dortmund mögen Leberkäs- oder Weißwurst-Miniaturen in Backteig als ausgefallene Leckerei durchgehen – aber in Unterhaching? Am Mittwoch, als der neue Sponsor sich und seine Produkte präsentierte, war der „echte“ Leberkas jedenfalls schneller weg. „Nichts geht über tiefgefrorene Weißwürscht“, witzelte Schwabl, der zuvor logischerweise artig festgestellt hatte: „Es ist wichtig, dass man einen Partner hat, der vom Produkt her passt.“

Cheftrainer Claus Schromm wird die Ernährung seiner Profis sicher nicht auf die frittierten oder gebackenen Snacks umstellen. Höchst zufrieden war er aber darüber, dass das lange Ringen um einen Hauptsponsor zu einem erfolgreichen Ende geführt hat: „Das gibt uns wirtschaftliche Sicherheit für unseren Weg, den wir gehen wollen.“ Und: „Dass wir nicht verhungern“, grinste er dazu. Dass seine Spieler inzwischen hungrig sind, endlich wieder auf dem Platz anzugreifen, bekräftigte Schromm gestern auch. Das Trainingslager in Spanien bezeichnete er dabei als „essentielle Woche“ – denn just als er am Montag wieder in Unterhaching auf den Platz wollte, regnete es in Strömen. „Auf dem Kunstrasen war kein Training möglich, da schaust du als Trainer nur, dass die Jungs gesund vom Platz kommen. Deshalb war die Woche in Spanien emminent wichtig.“

Die letzten Schritte auf dem Weg zum Klassenerhalt, der das offizielle Ziel der Hachinger bleibt, soll das gleiche Personal unter Dach und Fach bringen wie bisher. Anfragen an die Adresse der SpVgg gab es „wenige bis keine“, verriet Schromm –weil die Spieler ihre Berater selbst angewiesen hätten, „gleich wieder aufzulegen.“ Keiner will das Projekt Haching verlassen. Und ein lange Umworbener doch nicht mitmachen: Stürmer Dominik Widemann vom Zweitligisten Heidenheim sagte seinem Ex-Klub völlig überraschend in letzter Minute ab, nachdem sich die Vereine über eine Rückkehr einig waren. „Damit ist dieses Thema für uns ein für allemal durch“, stellte Claus Schromm klar.

Quelle: fussball-vorort.de

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