Wider den Fluch von Affing

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Der Kapitän ist wieder an Bord: Karl Murböck (re.) konnte schmerzfrei trainieren und steht am Sonntag gegen Affing in der Startelf des BCF Wolfratshausen. Foto: hans lippert

Wolfratshausen - Der Sportplatz in Affing ist seit jeher kein fruchtbarer Boden für den BCF Wolfratshausen. Ungeachtet dessen sind die Brunner-Kicker am Sonntag (15 Uhr, Abfahrt: 11.45 Uhr am Maibaum in Farchet) bestrebt, ihre dort matte Bilanz aufzupolieren.

Wolfratshausen - Vielen Fußballfans ist eine Aussage von Paul Breitner noch in Erinnerung. Als der FC Bayern einst wieder einmal in Kaiserslautern verlor, schlug der damalige Nationalspieler vor, die Punkte doch gleich auf dem Postweg in die Pfalz zuschicken, um sich Strapazen und Demütigungen zu ersparen. Eine Anekdote, die sich zu weiten Teilen auch auf den BCF Wolfratshausen und dessen Leidensgeschichte bei Gastspielen im schwäbischen Affing übertragen lässt. Mit dem Unterschied, dass Farchet höchst selten als Favorit angereist war.

Lange Gesichter gab es trotzdem in steter Regelmäßigkeit, egal, ob unter Tom Sitter oder nunmehr Andi Brunner. Der aktuelle BCF-Trainer bestätigt: „In Affing habe ich noch nie etwas gewonnen.“ Weil Brunner aber auf historische Daten wenig gibt und zudem daran erinnert, dass „jede Serie mal beendet“ werde, versucht sich der Ballclub aus der Flößerstadt einmal mehr, seine Bilanz im Landkreis Aichach-Friedberg versöhnlicher zu gestalten.

Tabellenbild und personelle Probleme beim Gastgeber nähren den Farcheter Optimismus. So muss FCA-Trainer Stefan Tutschka auf seinen Abwehrhünen Nils Koloseike verzichten, der wegen absichtlichen Handspiels in Pullach Rot sah und morgen aussetzen muss. Auch Patrick Lemmer wird fehlen - was der einst gefürchteten Affinger Offensive nach den vorsaisonalen Abgängen von Dominik Sandner und Sebastian Kintzel noch mehr von ihrer Substanz nimmt. Auf die dürftigen Ergebnisse der ersten Spieltage mit gerade fünf Pünktchen reagierten die Affinger mit zwei Neuverpflichtungen: Diese Woche sagten Michael Neher (Aindling) und Alexander Thiel (Gersthofen) zu.

Gleichwohl möchte Brunner die Leistungen des aktuellen Kontrahenten nicht unterbewertet wissen. Mit Rosenheim, Augsburg und Pullach hatten die Schwaben „relativ schwere Spiele“, die aber nun hinter sich. Personell möchte der Perchtinger das Auswärtsspiel „unverändert angehen.“ Mit einer Ausnahme wohlgemerkt: Karl Murböck kehrt nach schmerzfreien Trainingseinheiten in die Stammelf zurück. Freiwillig weichen muss für den Kapitän keiner seiner Mitspieler, denn Michael Miedl weilt auf einer Messe in Frankfurt. Brunner freute sich, in einer Übungswoche ohne Werktags-Spieltag endlich „richtig Gas“ geben zu können und sieht seine Schützlinge bestens gerüstet. Die Bayern konnten Kaiserslautern auch irgendwann knacken, es dauerte aber noch einige Jahre. So lange möchten die Farcheter nicht warten.

Quelle: fussball-vorort.de

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