Und wieder flattern die Nerven in Heimstetten

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Am Einsatz hat es Clemens Kuina und dem SV Heimstetten gegen Augsburg nicht gemangelt.

SV Heimstetten - Durch ein 0:0 gegen den FC Augsburg II schiebt sich der SV Heimstetten in der Regionalliga wieder auf einen Relegationsplatz. Dennoch ist Trainer Vitomir Moskovic hinterher nicht zufrieden.

Der Heimstettner Sportpark ist – vorsichtig ausgedrückt – nicht gerade als Hexenkessel bekannt. Doch selbst für seine Verhältnisse ist es zu Beginn des Regionalligaspiels des SVH gegen den FC Augsburg II sonderbar ruhig, ja fast gespenstisch leise.

Dort, wo sonst rund zwei Dutzend „Hoaschdenger Buam“ ihre Elf nimmermüde nach vorne schreien, wuseln diesmal bloß einige Knirpse umher. Vor ihnen ist das Banner des Fanclubs durch ein Transparent verdeckt, auf dem nur zwei Worte prangen. Das erste gehört nicht in die Zeitung und beschreibt ein Körperteil unterhalb des Rückens. Das zweite lautet: „aufreißen“.

„Wir wollten mit der Aktion ein Zeichen setzen“, sagt einer der „Hoaschdenger Buam“, die erst zehn Minuten nach Spielbeginn ihren Platz einnehmen und das Transparent entfernen. „Für uns ist es kein Problem, wenn die Mannschaft spielerisch schlechter ist. Aber die Jungs müssen sich voll reinhängen, und in den letzten Spielen hatten wir nicht den Eindruck, dass sie das tun.“

Ob ausgerechnet jenes Plakat die SVH-Kicker aufgerüttelt hat, sei dahingestellt. Aber Fakt ist: Gegen Augsburg rennen und rackern die Heimstettner vom An- bis zum Abpfiff – und sind die bessere Elf. Doch weil sie vor dem Tor wieder Nervenflattern zeigen, reicht es am Ende nur zu einem Punkt. „Mit der Leistung der Mannschaft bin ich zufrieden“, sagt Trainer Vitomir Moskovic nach dem 0:0. „Doch mit dem einen Punkt kann ich nicht zufrieden sein. Leider haben wir uns nicht belohnt.“

Vor 320 Zuschauern setzt Moskovic auf eine überraschende Anfangself: Sowohl Manuel Duhnke als auch Kapitän Christoph Schmitt und Andreas Neumeyer sitzen nur auf der Bank. Dafür dürfen im Simon Seferings und Sebastian Paul im Mittelfeld ran; vorne gibt Danijel Majdancevic die Solo-Spitze. Die dickste Chance im ersten Durchgang hat jedoch ein Abwehrmann: Nach einem Freistoß köpft Valentin De La Motte das Leder ans Lattenkreuz (40.). Ansonsten ist der SVH in einer chancenarmen Partie überlegen – und daran ändert sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Einen Schuss von Seferings bekommt Augsburgs Torwart Ioannis Gelios erst im Nachfassen unter Kontrolle (54.). Zehn Minuten später ist er dann jedoch hellwach und behält im Duell mit Clemens Kubina die Oberhand.

„Wir haben mindestens vier Hundertprozentige und nutzen keine davon“, ärgert sich Moskovic. Obwohl diese Zählweise etwas zu großzügig ausfällt, trifft sie den Kern des Problems: Der SVH bringt die Kugel nicht im Tor unter – und das schon seit 327 Minuten. „Das ist Kopfsache“, glaubt der Trainer. „In den entscheidenden Situationen fehlen zwei bis drei Prozent.“

Nun hofft der SVH, die Torflaute am Samstag in Ingolstadt zu beenden – dann auch wieder mit 90-minütigem Beistand der „Hoaschdenger Buam“. Denn sie haben für das Auswärtsspiel einen Fan-Bus organisiert und wollen ihre Mannschaft mit rund 50 Anhängern unterstützen.

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Quelle: fussball-vorort.de

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