Wieder ein individueller Fehler bei Wolfratshausen

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Potenzial wäre vorhanden, doch das Spiel lief an Vincenzo Potenza (re.) noch ein wenig vorbei: Auch der Neuzugang konnte die 0:2-Niederlage des BCF Wolfratshausen gegen Hankofen nicht verhindern.

BCF Wolfratshausen - Nach dem 0:2 gegen die SpVgg Hankofen-Hailing stellte Trainer Reiner Leitl die Frage nach der Qualität seines Kaders. Zumal neuerlich ein individueller Fehler dem BCF Wolfratshausen eine Niederlage bescherte.

Duplizität zu den Ereignissen der Vorwoche. Wieder schnupperte der BCF lange Zeit an einem Punktgewinn, ehe ein Strafstoß für den Gegner alles zu Nichte machte. Die durchaus abwechslungsreiche Begegnung befand sich gerade in der Schlussphase, da passierte das Malheur. Ein flaches Zuspiel in den Wolfratshauser Sechzehner, ein unbedachter Schubser mit hohem Tempo, ein Pfiff. An der Seitenlinie reckte Günter Wernthaler beide Arme in verlangsamten Tempo nach oben, um sie wenig später nur unwesentlich schneller Richtung Rasen sinken zu lassen. Die Gestik des Co-Trainers war unmissverständlich. Sie suggerierte: Das war überflüssig, das war fahrlässig, das war Bockmist. Die Kritik zielte auf Kristijan Cabraja, acht Minuten zuvor mit dem Auftrag, das Farcheter Offensivspiel zu beleben, in die Partie genommen.

Mutmaßlich hätte dieses Kräftemessen torlos geendet. Doch dazu hätte der im Sommer vom Münchner Kreisligisten FT Gern zum Ballclub gestoßene Tempodribbler dem Niederbayer Ben Koumane nicht so schusslig in den Allerwertesten rumpeln dürfen. „So ein Zweikampfverhalten geht gar nicht“, bekrittelte Leitl Cabrajas unbedachten Übergriff. Spieler wie er wären in verantwortlichen Situationen „etwas überfordert“. Irgendwo verständlich. Zu Saisonbeginn als Kämpfer der zweiten Reihe aktiv, finden sich Kicker wie Cabraja oder Yusuf Catal nach den zahlreichen Langzeitausfällen plötzlich in der Pflicht wieder. Nichtsdestotrotz fordert Leitl einen Lernprozess: „Man muss auch mal den Kopf einschalten.“ Belohnen könne sich seine Equipe erst dann wieder, wenn „man zielstrebig ist“. Aktuell sei man in einigen Situationen nicht konsequent genug. Gegen Hankofen habe seine Elf „wieder den Fehler gemacht, den sie in so einem engen Spiel nicht machen darf“.

Sicher auch eine Qualitätsfrage. An der Seitenlinie humpelte Mitch Rödl in einem Gesundheitsschuh umher, ward Lamine Guéye nicht gesehen, freute sich Marco Höferth über einen unerwartet positiven Heilungsprozess. Dieses Trio vermag der Ballclub auf Dauer nicht zu ersetzen. Auch nicht durch Vincenzo Potenza. Der Neuzugang aus Rosenheim kann auf Bayernliga-Niveau locker mitspielen, keine Frage. Doch aller Anfang ist bekanntlich schwer. „Nicht das Gelbe vom Ei“, urteilte Leitl knochentrocken. Von einem Akteur mit Regionalliga-Erfahrung „muss mehr kommen“. Ungeachtet der fehlenden Bindung zu den Mitspielern.

Mehr hätte im ungünstigen Falle auch vom Schiedsrichter kommen können. Nach seinem Rempler gegen Christian Schedlbauer hätte Kevin Pradl vom Platz fliegen können. Doch weil Hankofens Angreifer den BCF-Schlussmann unterlaufen und somit hart attackiert hatte, tendierte Referee Stefan Treiber zu einer salomonischen Lösung in Form einer beiderseitigen Verwarnung.

Ansonsten war es ein Spiel mit BCF-Typologie: Dichte schlägt Breite, Sicherheitsdenken geht zu Lasten der Offensive. Laue Momente mit latentem Gefahrenpotenzial, viel mehr war es nicht. Auch weil der fleißige Werner Schuhmann einfach kein Glück hat. „Ihm fehlt ein Erfolgserlebnis“, weiß Leitl. Am kommenden Samstag im Derby gegen den SV Pullach wäre dafür ein idealer Zeitpunkt.

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Quelle: fussball-vorort.de

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