Wieder kein Sieg für den SV Heimstetten

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In den Schatten gestellt: Heimstetten liegt bei der ersten Trinkpause nach 25 Minuten schon 2:0 gegen Primus Illertissen in Führung.

Es bleibt dabei: Der SV Heimstetten kann diese Saison nicht gewinnen. Dabei zeigte der Regionalligist eine Halbzeit lang Zauberfußball gegen den FV Illertissen und führte mit 2:0. Doch am Ende stand wieder nur ein 2:2 zu Buche.

 

Zwei Sonnenschirme stehen eng beieinander vor der Trainerbank des SV Heimstetten. Unter ihnen drängt sich ein rotes Knäuel von SVH-Kickern, die auf der Suche nach Schatten, Wasser und Anweisungen zur Seitenlinie geeilt sind. Der erste Durchgang im Heimspiel gegen den FV Illertissen ist zwar erst zur Hälfte absolviert, doch weil das Thermometer an der 40-Grad-Marke kratzt, gibt es zu Mitte jeder Halbzeit eine kollektive Trinkpause.

Die Schirme, die Sonne und der Schweiß erinnern ein wenig an Sommerurlaub - was in gewisser Weise zu den ersten 25 Minuten passt. Da wirkt der Gegner aus Illertissen nämlich so überfordert, als seien die Schwaben nur mit einer Gruppe Strandkicker angereist. Anders die Heimstettner: Mit blitzsauberen Kombinationen nehmen sie die Gäste - immerhin Tabellenführer zu dem Zeitpunkt - auseinander und gehen 2:0 in Führung.

Nun würden selbst notorische Skeptiker wohl nicht mehr gegen einen SVH-Sieg wetten - doch die Elf von Trainer Rainer Elfinger präsentiert sich auch diesmal als Wundertüte. So folgt auf eine überragende erste Hälfte ein zweiter Durchgang, der mit dem Wort schwach noch vorsichtig umschrieben ist. Die Folge: Am Ende trennen sich die Mannschaften mit 2:2 - und wieder verpasst der SVH den ersehnten ersten Sieg.

„Insgesamt war das Unentschieden gerecht“, räumt Elfinger ein. Ein Ergebnis, mit dem der Coach vor der Partie wohl zufrieden gewesen wäre. Doch angesichts der Zwei-Tore-Führung spricht der Trainer danach von einer „Psycho-Falle“, in der sein Team stecke. „Ein Dreier heute wäre ungemein wichtig gewesen.“

Dabei hatte vor 300 Zuschauern alles so gut begonnen: Schon nach sieben Minuten ist es Bernd Häfele, der den SVH nach einer erstklassigen Stafette über Memis Ünver, Christoph Schmitt und Florian Rudy in Führung bringt. Ausgerechnet Häfele, der nach seinem Debüt in Seligenporten erstmals zu Hause in der Startelf steht. Und mit dem frühen Tor geben sich die Platzherren nicht zufrieden - im Gegenteil: Heimstetten spielt weiter so forsch nach vorne, dass man sich wundern muss, wieso die Roten noch ohne Sieg dastehen, während Illertissen in der Spitzengruppe mitmischt. Folgerichtig fällt nach 25 Minuten das 2:0: Eine Ecke von Schmitt köpft Sebastian Kneißl in den Winkel. Ausgerechnet Kneißl, der bei der 0:6-Auftaktklatsche gegen den FC Bayern München II noch die Rote Karte sah und danach eine Sperre absitzen musste. Kurz darauf hat Rudy sogar das 3:0 auf dem Fuß, doch Keeper Patrick Rösch rettet in höchster Not.

Nach den Seitenwechsel ist es dann aber vorbei mit der SVH-Gala. „Auf einmal haben wir nur noch lange Bälle gespielt und nicht mehr kombiniert“, kritisiert Elfinger. Das kommt den Gästen entgegen: Sie finden besser ins Spiel, schnüren Heimstetten in die eigene Hälfte und werden belohnt: Zunächst gelingt Lukas Kling das Anschlusstor, und in der 77. Minute trifft Vitalij Lux zum Ausgleich. „Da hat Illertissen seine Klasse gezeigt“, sagt Elfinger. „Allerdings haben wir uns einfach nicht clever genug angestellt.“

Quelle: fussball-vorort.de

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