Wiedersehen mit Robert Lechleiter

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Von 2003 bis 2008 spielte Robert Lechleiter (hier am Ball) für die SpVgg Unterhaching und erzielte insgesamt 21 Tore. Inzwischen steht der beim VfR Aalen unter Vertrag – am Sonntag der Gegner der SpVgg.

Unterhaching - Einen „Brecher“ bräuchte Unterhaching, um in Aalen endlich das erste Saisontor zu erzielen. Die beiden getesteten Stürmer genügten den Anforderungen von Klaus Augenthaler nicht.

„Es ist nicht einfach. Wie ein Puzzlespiel“, sagt Augenthaler. „Wir müssen Geduld haben und denjenigen Stürmer finden, der uns weiterbringt.“ Für den Ungar Peter Orosz scheint das nicht zu gelten, mit dem Schweizer Murat Ural sei man immerhin noch „im Gespräch“, so der Trainer. Begeistert klang das nicht.

Aufstellung

SpVgg Unterhaching:

Kampa - Schulz, Hain, Brysch, Stegmayer - Balkan, Minorelli, Leandro, Villar - Kanca (Gunnlaugsson), Tunjic

Eher leuchteten Augenthalers Augen, als die Rede auf Robert Lechleiter kam. „Den wollte ich einst zum 1. FC Nürnberg holen.“ Jetzt spielt der Ex-Hachinger beim VfR Aalen, am Sonntag also gegen seinen alten Klub. Augenthaler glaubt, dass Lechleiter „sicher wieder zurück möchte in seine Heimat“, andererseits habe er in Aalen wohl einen Anschlussvertrag in einer Firma, um die berufliche Zukunft abzusichern. Klingt nicht so, als sei Lechleiter die schnelle Lösung der Hachinger Probleme.

Im Gegenteil, vielleicht wird er am Samstag zum Problem? „Das wichtigste wird sein, Lechleiter nicht ins Spiel kommen zu lassen“, betont Augenthaler. Auch Verteidiger Thorsten Schulz, der nach der Gelb-Rot-Sperre wieder mitmischen darf, weiß um die Qualität des Torjägers: „Ein starker Spieler, auf den wir gut aufpassen müssen.“

Den Ernst der Lage nach drei torlosen Spielen bei der SpVgg offenbart dieser Satz von Augenthaler, gesagt bei der Pressekonferenz am Donnerstag: „Wir basteln an einer Mannschaft, die konkurrenzfähig ist.“ Aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle von Säulen des Teams (Zillner, Tyce, Hoffmann) befinde man sich „fast am Anfang“. Und: „Wenn die Verletzten zurückkommen, beginnt die Saison von vorn.“Das hilft nichts für das Spiel in Aalen, wo eine verhältnismäßig junge Truppe aufs erste Erfolgserlebnis hofft. „Das Spiel wird von großer Aggressivität geprägt sein“, gibt Schulz als Devise aus. „Bissig in die Zweikämpfe zu gehen, das ist die Basis – darauf haben wir diese Woche im Training viel wert gelegt. Und wenn die Stürmer nicht treffen, muss es halt jemand anderes tun. Wir glauben jedenfalls an uns.“

von Martin Becker

Quelle: fussball-vorort.de

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