Gute Freunde kann das Schicksal trennen

Wildenroth und Inning pflegen Gemeinsamkeiten, sind aber nun erbitterte Gegner

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Rauf oder Runter? Das entscheidet sich im letzten Saisonspiel der sonst guten Freunde.

Relegation oder direkter Abstieg: Das Schicksal der SpVgg Wildenroth entscheidet sich am Sonntag, 15 Uhr, in Inning. Ausgerechnet mit dem dortigen Sportverein pflegt die Spielvereinigung seit Jahren eine Freundschaft.

Die Kontakte sind vielfältig. Im Seniorenbereich bilden die beiden Vereine eine Spielgemeinschaft. Innings bayernliga-erfahrener Torhüter Lukas Welzmüller – früher in Diensten des SC Fürstenfeldbruck – half heuer mit dem Burschenverein beim Maibaumaufstellen in Grafrath mit.

Beide Teams sind unbedingt auf die drei Punkte angewiesen. Während die Inninger siegen müssen, um ihre Chance auf Rang zwei und die Aufstiegrelegation zu wahren, können die Wildenrother bei einer Niederlage allerdings noch Schützenhilfe von anderen Plätzen erhoffen. Doch: „Helfen wird uns keiner“, glaubt Wildenroths Trainer Wolfgang Kampinski.

Der Blick auf seine Truppe offenbart drei empfindliche Lücken: Mit Torhüter Thomas Urban, Abwehrchef Michael Mayr und Offensivkraft Xaver Throm fehlen gleich drei Stammspieler. Jammern will Kampinski aber nicht. Sein Motto: „Mit dem Mut der Verzweiflung die Arschbacken zusammenkneifen und durch.“ Bei einem Überraschungssieg hätten die Wildenrother die Abstiegsrelegation auf jeden Fall erreicht. Bei einer Pleite sind sie auf Schützenhilfe angewiesen. Hinter ihnen lauern die punktgleichen Egenburger – der direkte Vergleich spricht für Wildenroth – und die Schlusslichter aus Türkenfeld, die zwei Punkte weniger, aber den besseren direkten Vergleich haben.

Zusätzliche Spannung verspricht die Egenburger Partie: Der Vorletzte tritt in Weßling an, das derzeit den von Inning begehrten zweiten Platz hält. Türkenfeld duelliert sich mit Gauting, das trotz zwei Zählern Vorsprung auch noch direkt absteigen kann.

Dass sich alles auf das Duell mit den befreundeten Inningern zuspitzt, sieht Kampinski übrigens nicht als entscheidend für die Saison an. Vielmehr haben viele Niederlagen gegen in der Tabelle unten platzierte Teams den Ausschlag gegeben, „Wenn man den Tabellenführer schlägt, ist das zwar schön. Aber man sieht jetzt, dass uns Siege in den Sechs-Punkte-Spielen mehr gebracht hätten.“

Quelle: Merkur.de

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