Stier nimmt Spieler in die Pflicht

BCF will Dreier "mit aller Macht"

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Ein Opfer der Grippewelle , die beim BCF Wolfratshausen grassierte, wurde auch Chafi Gobitaka (li.). Doch der Defensivspezialist steht für das wichtige Heimspiel gegen den TSV Landsberg zur Verfügung.

BCF Wolfatshausen - Für den BCF ist der letzte Spieltag der Vorrunde von immenser Bedeutung. Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen, den Anschluss an die Konkurrenz vollständig herzustellen, hat die Stier-Elf gegen Landsberg eine weitere Chance, einen direkten Konkurrenten nicht enteilen zu lassen.

Marco Stier brauchte einige Tage, um die jüngsten Geschehnisse in Pipinsried verrauchen zu lassen. Natürlich gab es mal wieder Lob für sein Team von gegnerischer Seite. Ein sich regelmäßig wiederholendes und gleichermaßen nerviges Vorkommnis, denn die Punkte blieben wie so oft in dieser Spielzeit beim Gegner. Zwar betont der BCF-Coach, dass sich ein Großteil seiner Belegschaft unter seiner Ägide um „30 bis 40 Prozent verbessert“ habe. Wesentliche Verhaltensweisen auf dem Platz sind aber weiterhin massiv fehlerbehaftet. Stier machte für die vergangenen Wochen einen Schnitt von „fünf hochkarätigen Torchancen pro Match“ aus, deren Verwertung nicht zufriedenstellen kann. Von einem Bayernliga-Spieler müsse man erwarten können, den Ball aus fünf Metern Entfernung im leeren Tor unterzubringen. „Egal, ob er 19 oder 30 Jahre alt ist.“ Hierin liegt das Kernproblem des BCF. „Wir schenken unsere Spiele her“, bedauert der Cheftrainer. Hinzu kommen meist einige fahrige Momente im Defensivbereich. „Diese Patzer müssen wir auch endlich mal sein lassen.“ Noch läuft die Ursachenforschung ein Stück weit ins Leere. Stier versichert, seine Kicker würden sich mit der Problematik beschäftigen, mit Herz und Seele bei der Sache sein. Welche „Nuancen im Hinterkopf“ letztlich fehlen, darüber kann der 32-Jährige nur mutmaßen.

Egal, recht viel mehr Ausrutscher kann sich das Schlusslicht nicht mehr erlauben. „Wir müssen unseren Aufwand endlich in Ergebnisse ummünzen“, fordert der Trainer. Und zwar gleich im heutigen Heimspiel. Landsberg residiert mit fünf Zählern Vorsprung in Sichtweite des Ballclubs, der aktuell zwölf Punkte gesammelt hat. „Ist wenig, aber ist jetzt eben so“, relativiert Stier. Klar für ihn ist: „Wir wollen die Vorrunde mit 15 Punkten abschließen.“ Ohne Wenn und Aber. Wobei dem Aber heute eine größere Bedeutung beikommen könnte: Farchet wurde nämlich von einer Grippewelle erwischt. Triefende Nasen waren diese Woche in der Kabine zu sehen, aber auch Medikamentenpäckchen mit Antibiotika. Am schwersten hat es die Diep-Brüder erwischt: Stürmer Gilbert fehlte bereits in Pipinsried, danach steckte er mutmaßlich seinen Bruder Gregoire an. Auch Chafi Gobitaka rang im Match am Sonntag um Luft. „Keine gute Vorbereitung, das ärgert mich“, bilanziert Stier die abgelaufene Übungswoche. „Bitter vor einem Spiel, in dem wir an unser Limit gehen müssen.“ Doch alles Jammern hilft nichts. „Landsberg liegt in unserer Region“, weshalb er und seine Elf alles dran setzen werden, den Dreier zu holen. „Mit aller Macht“, lässt der Ex-Profi keinen Spielraum für Zweifel.

BCF Wolfratshausen

Pradl – Kaya, Kantar, Nummer, Brudy, Ott, Gröschel, Moll, Rödl, Lehr, Gr. Diep; Wernthaler, Gobitaka, Vidakovic, Müller, Scheck, Rose, Gellner.

Schiedsrichter: Philipp Götz (SC Ettmansdorf).

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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