Bruck kommt nicht zur Ruhe

Onyemaeke packt seine Sachen

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Wilson Onyemaeke verlässt den SCF mit unbekanntem Ziel.

SC Fürstenfeldbruck – Der neue Trainer ist da, der Publikumsliebling weg: Während Sasa Miskovic seinen Vertrag unterschrieben hat, meldete sich Wilson Onyemaeke beim SC Fürstenfeldbruck mit sofortiger Wirkung ab.

„Eine Anfrage von einem anderen Verein liegt uns aber nicht vor“, sagt Vizepräsient Eckart Lutzeier. Der Stürmer mit nigerianischen Wurzeln habe sich nach einem mit dem neuen Sportdirektor Dylan Hughes geführten Gespräch dennoch zu diesem Schritt entschlossen. Auf eine „schwarze Perle“ müssen die Brucker dennoch nicht verzichten, Hughes hat bereits eine neue verpflichtet: Aus Burghausen kommt Jerome Faye.

Sasa Miskovic hat am Donnerstag seinen Trainervertrag beim SC Fürstenfeldbruck unterschrieben. Nächste Woche wird nun das letzte große Geheimnis gelüftet: Der neue ukrainische Premiumsponsor kommt aus Kanada eingeflogen. foto: tb

Während sich Stürmer Christian Lippert offenbar dazu entschlossen hat, beim SCF zu bleiben, verkündete Florian Baier seinen Abschied. Er war bislang Co-Trainer von Roberto Fontana, der seinen exakt zwei Jahre dauernden Job aufgeben musste. Der 32-jährige Baier, der in München eine Diskothek betreibt, hat sich nach 15 Jahren beim SCF gegenüber dem Internet-Portal fussball-vorort.de kritisch mit dem Verein auseinandergesetzt:„Der Amateurfußball ist unglaublich dreckig geworden. Früher hat man sich die Dinge noch ins Gesicht gesagt. Heute geht alles hinterrücks, die Leute reden sich bei direkten Konfrontationen heraus oder berichten Unwahrheiten.“

Wilson Onyemaeke verlässt den SCF mit unbekanntem Ziel.

Zwar möchte Baier keine schmutzige Wäsche waschen („Auch aus Respekt gegenüber meinen ehemaligen Teamkollegen“), unkommentiert wolle er die Sache dennoch nicht stehen lassen: „Es gab Zeiten, da habe ich sieben Monate lang keinen Cent gesehen, weil der Verein am Abgrund stand. Dennoch habe ich nie etwas nach außen getragen oder gemosert. Aber irgendwann ist der Bogen überspannt.“ Trotzdem hat er sich zum Abschied noch auf einen Deal eingelassen: „Ich habe versprochen, zu keinem Bayernliga-Konkurrenten zu wechseln.“

Lutzeiers Erklärung für die personellen Maßnahmen: „Wir hatten immer finanzielle Probleme. Die haben wir nun auf Null gestellt. Wir wollen nie wieder in diese Situation geraten.“ Der Verein habe zwei Möglichkeiten: Entweder sich von einigen Spielern zu trennen, die zu viel Geld kosten, oder mit einem Sponsor weiter zu machen. Von dem noch immer geheimnisvollen Geldgeber würden die Neuzugänge finanziert. Und dennoch: Am Freitag wurde das Anfang Februar geplante Trainingslager in der Türkei aus finanziellen Gründen ersatzlos gestrichen.  dm/lo

Quelle: fussball-vorort.de

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