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Felix Partenfelder vom SV Dornach: „Wir haben noch alle Chancen auf den zweiten Platz“

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Von: Guido Verstegen

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Felix Partenfelder spricht im Interview über die Lage beim SV Dornach.
Felix Partenfelder spricht im Interview über die Lage beim SV Dornach. © Dieter Michalek

Felix Partenfelder hat mit den Fußballern des SV Dornach zwei Aufstiege und einen Abstieg erlebt, in der Landesliga hat er bisher noch nicht gespielt.

Dornach – Der 26-Jährige ist sicher, dass das ambitionierte Saisonziel trotz des schwachen Starts noch zu schaffen ist.

Herr Partenfelder, Sie sind jetzt schon so lange beim SV Dornach. Hat es Sie nie zu einem anderen Verein gezogen?

Na ja, es gab da schon Angebote, aber ich fühle mich einfach wohl in Dornach. Die Mannschaft ist super – mit Spielern wie Dominik Goßner oder Maximilian Leidecker kicke ich ja schon seit Ewigkeiten. Es macht einfach viel Spaß mit den Jungs, deshalb gab es nie einen Grund zu wechseln. Und sportlich läuft es ja auch.

Was ist Ihnen an besonders schönen oder an negativen Erlebnissen in Erinnerung?

Der erste Aufstieg in die Bezirksliga 2014 war natürlich eine tolle Geschichte für mich, weil das gleich in meinem ersten Herren-Jahr war und es eine meiner besten Spielzeiten im Herrenbereich war.

„Manchmal waren wir so dünn besetzt, dass Spieler aus der zweiten Mannschaft aushelfen mussten, damit überhaupt Ersatzleute da sind.“

Felix Partenfelder über die Kadergröße in der aktuellen Saison.

Mit 15 Toren in 25 Spielen und einem Dreierpack beim 3:0 gegen den FC Perlach…

…genau! Und dann ist da noch der Aufstieg 2018, als wir als Zweiter in die Relegationsspiele gegen den SV Günding (3:1, d. Red.) und den TSV Gräfelfing (1:0) mussten. Und natürlich das Toto-Pokal-Erlebnis im gleichen Jahr gegen den TSV 1860, da haben wir uns beim 1:5 echt gut verkauft. Negativ bleibt der bittere Abstieg 2017 haften – als Verlierer in der Relegation gegen den FC Penzberg.

Anton Plattner hatte damals die Mannschaft schon früher als ursprünglich übernommen, konnte das Ruder aber nicht mehr herumreißen. Ist mit ihm als Trainer Ruhe und Konstanz eingekehrt?

Ja, auf jeden Fall. Es ist auch Tonis Verdienst, dass sich der Kader dann strukturell verändert hat und der Stamm dann in etwa erhalten geblieben ist.

Zwischenzeitlich musste er allerdings auch mal kräftiger nachlegen, als im Sommer 2019 gleich fünf Spieler Richtung Aschheim abgewandert sind. Da hatte er offensichtlich Bedenken, dass der Kader zu klein sein könnte.

Das mit der Kadergröße ist ja auch so eine Sache, das hat man gerade auch in dieser Saison gemerkt. Manchmal waren wir so dünn besetzt, dass Spieler aus der zweiten Mannschaft aushelfen mussten, damit überhaupt Ersatzleute da sind. Und im Training waren wir manchmal nur zu acht. Das waren zwei heftige Monate, das habe ich so noch nicht erlebt.

„Wir haben noch 14 Spiele und alle Chancen, den TSV Jetzendorf noch abzufangen und Platz zwei zu erreichen.“

Felix Partenfelder hakt den Landesliga-Aufstieg noch nicht ab.

Es waren immer wieder Spieler im Urlaub, Verletzte kamen dazu. Die Mannschaft ist mit sieben Spielen ohne Sieg und mageren vier Punkten gestartet, Anton Plattner hakte damals das ambitionierte Saisonziel Landesliga-Aufstieg ab.

Wenn die Saison ist, dann will ich auch da sein. Ich war immer im Training und habe gemeinsam mit Noah Soheili als einziger alle Spiele bestritten. Aber es war für viele - gerade auch die Spieler mit Familien – einfach schwierig, weil die Corona-Situation im Sommer endlich wieder Reisen erlaubte. Allerdings hatten wir uns vorgenommen, gleich anzugreifen, und das hat ja nun überhaupt nicht funktioniert.

Es folgten acht Partien ohne Niederlage mit nur einem Remis, bis sich die Mannschaft Mitte November mit einer 1:3-Heimpleite gegen den SV Manching in die Winterpause verabschiedete. Ist in Sachen Landesliga-Aufstieg noch was möglich?

Auf jeden Fall, wir haben noch 14 Spiele und alle Chancen, den TSV Jetzendorf noch abzufangen und Platz zwei zu erreichen. Vorausgesetzt, wir verschlafen den Start nicht wieder. Ganz oben lässt sich das der ASV Dachau nicht mehr nehmen, denke ich.

Wie würden Sie die bisherige Saison betiteln?

„Nach enttäuschendem Start darf man den SV Dornach jetzt noch nicht abschreiben.“

„Er hat eine sehr genaue Vorstellung von dem, was er sehen möchte von uns und davon lässt er sich auch nicht so schnell abbringen.“

Felix Partenfelder über Toni Plattner als Trainer.

Hört Anton Plattner als Trainer auf, wenn die Mannschaft den Sprung nicht packt? Was meinen Sie?

Wenn wir in dieser Saison nicht komplett schlecht abschneiden, hängt Anton Plattner bestimmt noch ein Jahr dran - ich habe das Gefühl, dass er es mit dieser Mannschaft unbedingt in die Landesliga aufsteigen will.

Er brennt eben für den Fußball und ist ein absolutes Vorbild.

Toni lebt das einfach und kennt das auch nicht anders. Er war auch immer auf dem Platz, wenn es um Fußball ging. Und er sagt uns auch immer wieder, dass er es nicht verstehen kann, wie man dann eben nicht im Training auftaucht.

Und er hat keinen Co-Trainer an seiner Seite…

Er hat eine sehr genaue Vorstellung von dem, was er sehen möchte von uns und davon lässt er sich auch nicht so schnell abbringen. Er lässt schon auch andere mitentscheiden, spricht sich auch schon mal im Spiel mit uns ab. Er würde zum Beispiel gerne Dreierkette spielen lassen, aber das haben wir bisher nicht so hinbekommen, wie er sich das vorstellt.

„Ich will den Kids einfach ein bisschen was mitgeben, was wir auch so mitbekommen.“

Felix Partenfelder über seine Arbeit als Jugendtrainer.

Seit diesem Sommer engagieren Sie sich auch in der Jugendleitung des Vereins.

Das mache ich gemeinsam mit Konstantin Riedl – er ist der eigentliche Jugendleiter und macht das Organisatorische, ich übernehme mehr die Aufgaben auf dem Platz. Ich trainiere jetzt schon seit neun Jahren Dornacher Jugendteams, habe jetzt die C-Trainerlizenz gemacht und bin dann in dieser Spielzeit bei der U13 eingesprungen.

Das zeigt auch Ihre Verbundenheit zum SV Dornach. Was gefällt Ihnen an der Arbeit mit dem Nachwuchs?

Ich will den Kids einfach ein bisschen was mitgeben, was wir auch so mitbekommen. Wir wollen Spaß am Fußball, Spaß an der Bewegung vermitteln und sind mit unseren Mannschaften auch nicht in den oberen Ligen unterwegs.

Das Gespräch führte Guido Verstegen.

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