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„Wir spielen einfach viel zu brav“: Freisings Frauen warten weiter auf den ersten Saisonsieg

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Coach Tim Peisker gibt in einer Auszeit taktische Anweisungen.
Eine Menge Arbeit wartet auf Coach Tim Peisker und sein Team: Im Heimspiel gegen den TSV Wolnzach lag vor allem in der Jahn-Offensive der Hund begraben. © Lehmann

Die Basketballerinnen des TSV Jahn Freising haben auch ihr drittes Saisonspiel in der Bezirksoberliga verloren. Gegen den TSV Wolnzach stand es am Ende 41:65.

Freising – Auch am dritten Spieltag der Bezirksoberliga gab’s für die Basketballerinnen vom TSV Jahn Freising nichts zu holen. Sie unterlagen in eigener Halle dem starken TSV Wolnzach deutlich mit 41:65 (7:16, 20:34, 34:52).

Als die Jahn-Frauen Mitte des dritten Viertels allen Mumm zusammennahmen, einen 16-Punkte-Rückstand abknabberten und sich auf 31:39 herangekämpft hatten, schien noch etwas möglich. „In dieser Phase hat man gesehen, dass unsere Mannschaft durchaus in der Bezirksoberliga mithalten könnte“, sagte Coach Tim Peisker. „Aber sechs, sieben starke Minuten reichen gegen einen Gegner wie Wolnzach nicht.“

Der Jahn-Offensive muss ein „Mangelhaft“ attestiert werden

Den Start hatten die Freisingerinnen völlig verschlafen. Im Angriff lief überhaupt nichts, die Gäste führten schnell mit 8:0. Erst nach fünf Minuten gelang Annabell Babl der erste Korberfolg für den TSV Jahn. Am Ende des ersten Viertels waren es sieben Punkte, das Jahn-Angriffsspiel wirkte hilflos. So ging es bis Mitte des dritten Abschnitts weiter. Die Frauen bemühten sich, aber es fehlte die nötige Aggressivität. „Wir spielen einfach viel zu brav“, monierte Peisker.

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Waren in der Defense deutliche Fortschritte im Vergleich zu den beiden ersten Partien zu sehen, muss der Jahn-Offensive ein „Mangelhaft“ attestiert werden. Freising fand kaum ein Mittel gegen die agile und aggressive Wolnzacher Abwehr. Und wenn sich dann einmal eine gute Gelegenheit zum Korbleger ergab, trafen die Jahn-Mädels nicht.

Carla Sabau überzeugt den Trainer

Eines muss man den Freisingerinnen auf alle Fälle positiv bescheinigen: Sie kämpften bis zur Schlusssirene, bis sich die ersten Wadenkrämpfe bemerkbar machten. Freilich muss man kein Prophet sein: Das Jahn-Team steht vor einer schwierigen Saison. In der aktuellen Verfassung wird der Klassenerhalt kaum zu packen sein. Das hängt auch mit der dünnen Personaldecke zusammen: Theresa Wartner fehlt mit einer schweren Fußverletzung für längere Zeit – und gegen Wolnzach schied Luisa Daum verletzt aus. Nun müssen die Jugendlichen wie etwa Carla Sabau verstärkt ran. „Sie hat ein ganz starkes Spiel gemacht“, lobte Peisker.

Statistik:

Für den TSV Jahn Freising spielten: A. Babl (10 Punkte), M. Babl (2), Daum (7), Hesse, Räder (3), Ruis (4), Sabau (13), von Sivers (2).

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