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BCF Wolfratshausen: Drinzubleiben ist das Ziel

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Der neue Mann an der Seitenlinie: BCF-Trainer Reiner Leitl.

BCF Wolfratshausen - Kapitel zwei des Bayernliga-Abenteuers beginnt für Farchets Fußballer am heutigen Samstag. Es wird spannend, denn die Wolfratshauser gehen mit einem neuen Trainer und zahlreichen Zugängen in die Spielzeit.

Wohin geht die Reise für den BCF Wolfratshausen in dessen zweitem Bayernligajahr? Können die zahlreichen Neuzugänge den Aderlass im Mittelfeld aufwiegen oder gar vergessen machen? Wie kommt Trainer Reiner Leitl bei den Kickern an? Fragen, denen unsere Zeitung auf den Grund gegangen ist. Wir haben Farchets runderneuerte Elf unter die Lupe genommen. Klar ist: Die Liga ist ausgeglichener denn je, hat sich nach dem Premierenjahr qualitativ sortiert. Im Vorfeld ist weder eine Schar an Favoriten zu erkennen, noch lassen sich bestimmte Teams zweifelsfrei als potenzielle Kellerkinder einordnen.

KOMMEN UND GEHEN

Die Abgänge haben Gewicht. Oskar Kretzinger und Jakob Taffertshofer waren solide Größen auf den Abräumerpositionen. Rechtsverteidiger Vlado Kovac erhielt sogar eine Chance im Regionalliga- Team der Münchner Löwen. Die begrenzte Halbwertszeit von Allesandro Alfieri war bei dessen Verpflichtung im Winter wegen seiner sportlich hohen Ziele absehbar. Franz Fischer freut sich indes über eine lukrative Monatsgage beim A-Klassen- Krösus FC Penzberg. Daniel Wildgruber konnte den Status des Ergänzungsspielers nie so ganz ablegen. Fleiß bei der Talentsichtung kann man dem Ballclub wahrlich nicht vorwerfen.

Die Vorarbeit des ehemaligen Co-Trainers Stefan Schwinghammer trug in diesem Sommer Früchte: Mit Jakob Gerg und Dominik Schubert gelang es den Wolfratshausern, zwei der qualifiziertesten Jungkicker im Oberland an Land zu ziehen. Auch der vom TuS Geretsried gekommene Christoph Hüttl traut sich den Sprung zu. Oliver Kewitz hat einige Zeit den Fußball hinten anstehen lassen. Sebastian Brey und Tobi Klar stammen aus dem Nachwuchs der FT Starnberg. Bei den älteren Kickern muss man bis zu deren Integration vorsichtig sein. Vinicius da Cunha und Damir Suljanovic haben physischen Aufholbedarf. Aliou Sene könnte sich als Verstärkung in der Innenverteidigung entpuppen. Ivan Lipotic soll in die Rolle als Unterstützer für Torjäger Werner Schuhmann schlüpfen. Attila Arkadas ist defensiv flexibel einsetzbar.

DER TRAINER

Steffen Galm und Reiner Leitl lassen sich als Typen nicht vergleichen. Der Unterschied lässt sich in Etwa so beschreiben, als würde man nach dem Besuch eines Naturkundemuseums ein Heavy-Metal-Konzert anhören. Da der ruhige, bisweilen empfindliche Feingeist Galm, hier der geradlinige, pragmatische und auch mal deftige Leitl. Mit seiner Art eckte der 53-Jährige beim FC Miesbach an. In Eching klappte die Symbiose mit den Spielern besser. Leitl fordert viel von seinen Kickern, lässt sie das in der Trainingsarbeit auch spüren. Mit dem impulsiven Co-Trainer Günter Wernthaler dürfte Einklang im Sprachduktus herrschen.

DAS UMFELD

Der geplante Tribünenbau wird hinten angestellt. Stadionpartner TSV Wolfrathausen habe fehlende Mittel geltend gemacht. „Damit ist eine Finanzierung nicht möglich“, stellt BCF-Fußballchef Manfred Fleischer klar. Gleichwohl hat der 58-jährige Lokalpolitiker eine Überdachung weiter auf dem Radar. Er befasse sich mit einer „günstigeren Variante.“ Eine Tribüne im Isar-Loisach-Stadion wäre für die „gesamte Sportanlage eine enorme Aufwertung“. Die Strukturen generell haben sich nicht verändert: Die Bayernliga ist in Wolfratshausen derzeit das höchste der Gefühle. Das in Eigenregie betriebene Sportheim wird allenthalben gut angenommen.

DIE VORBEREITUNG

Sie ist so wenig aussagekräftig wie selten. In der ersten Trainingswoche urlaubten Trainer und einige Spieler. In der Folge gesellten sich kleinere Blessuren zum Übungsalltag. Teilweise musste Leitl die Tests mit kleinem Kader bestreiten, wodurch Experimente weitgehend ausfielen. Die Verpflichtung gestandener Fußballer zog sich bis in die vorletzte Woche der Einspielphase. Klar ist: Von den jungen Zugängen stehen Dominik Schubert und Jakob Gerg nahe an der Stammelf. Gleichwohl benötigen alle Talente ausreichend Zeit, um sich an die neue Spielklasse zu gewöhnen.

FAZIT UND PROGNOSE

Der Weisheit vom stets schwierigeren zweiten Jahr in einer Spielklasse wird wohl auch der BCF unterliegen. Gut möglich, dass die ersten Wochen noch nicht die gewünschten Ergebnisse bringen. Zu neu ist das gesamte Konstrukt für einige Spieler, zu weit hinterher hängen die jüngsten Neuverpflichtungen konditionell. Dem gegenüber steht eine Mannschaft aus einer Vielzahl guter Fußballer und nur weniger Ergänzungskicker.

Keiner von ihnen möchte im bisher so ungeliebten Reserveteam, das noch dazu in die A-Klasse abgestiegen ist, eingesetzt werden, wodurch der Konkurrenzkampf weitere Nahrung erhält. Die Bayernliga an sich ist noch einen Tick kompakter zusammengerückt, eine Nuance ausgeglichener. Kleinigkeiten dürften mehr denn je den Ausschlag geben. Dennoch wird der BCF Wolfratshausen neuerlich die Abstiegsplätze hinter sich lassen – ein Ende der unsäglichen Verletzungsmisere vorausgesetzt.

Quelle: fussball-vorort.de

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