Bei Wolfratshausen ist Eigeninitiative gefragt

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Ihre Torflaute beenden sollen nach dem Wunsch von BCF-Trainer Reiner Leitl seine Offensivkräfte wie (v. li.) Vincenzo Potenza und Sebastian Pummer – eine Aufgabe, die beim Favoriten TSV Rain nicht leicht werden dürfte.

BCF Wolfratshausen – Du hast keine Chance, also nutze sie. Vor dem Gastspiel beim TSV Rain am heutigen Freitag (14 Uhr, Georg-Weber-Stadion) spricht so gut wie gar nichts für den BCF Wolfratshausen.

Allein das Zahlenwerk veranschaulicht die Ausgangslage. Beim TSV schlagen 30 Punkte und 40:12 Tore zu Buche. Sebastian Kinzel und Marius Szusko mit 22 beziehungsweise acht Treffern sind die treffsichersten Torschützen. Der BCF hat 15 Punkte und 16:16 Tore auf seinem Konto. Torschützen möchte man erst gar keine nennen. Mit Kristijan Cabraja traf ein Ergänzungsspieler bislang am häufigsten, nämlich dreimal.

Es ist nicht Neues, dass das Offensiv-Ressort Farchets größtes Sorgenkind ist. Aussicht auf Besserung gibt es keine. Werner Schuhmann wurde nach seiner Frustattacke am Pipinsrieder Junis Ibrahim für drei Partien aus dem Verkehr gezogen. Basti Pummer ist in puncto Abschluss derzeit nicht wirklich vom Glück verfolgt, und Christoph Hüttls Nackenzerrung bessert sich auch nur zaghaft.

BCF-Trainer Reiner Leitl spricht deshalb von „wenig Handlungsspielraum“. Und das gilt wohlweislich für den gesamten Oktober, dessen Programm mit sechs Punktspielen recht üppig ausfällt. Leitl ist sich über die Rollenverteilung im Klaren. Seine Elf hat beim Tabellenzweiten „nichts zu verlieren“. Doch so ganz greift die inflationär gebrauchte Metapher nicht. Denn weiter abrutschen in der Tabelle können die Wolfratshauser allemal. „Mir wird schon etwas einfallen“, meint Leitl im Bezug auf die Ebbe im Angriff.

Tatsächlich ist es gut möglich, dass es nach Enzo Potenza einen weiteren Neuzugang geben wird. Aris Akgün heißt er, türkischstämmig ist er, dazu jung und hünenhaft groß. „Ein echter Riegel“, sagt der Coach über den seit einigen Wochen mittrainierenden Zwei-Meter-Mann. Aber: Der vermeintliche Debütant war zuletzt inaktiv. Deswegen dürfe man „keine Wunderdinge erwarten“. Doch glaubt Leitl, dass ein Spieler dieses körperlichen Formats in der robusten Defensive der Donaurieser besser aufgehoben ist als der schmächtige Yusuf Catal oder der formschwache Cabraja.

Dass Verletzungssorgen nur bedingt als mildernder Umstand aufgeführt werden können, weiß der Übungsleiter. Die aktuelle Situation habe man mit schlechten Ergebnissen ein Stück weit mitverschuldet. Das probate Gegenmittel heißt: Eigeninitiative. „Wir müssen schon selbst etwas tun“, hält der 54-Jährige fest. „Wenn wir auf Sonnenschein warten, wird es nicht besser.“ Wenn Leitl sagt, dass die Rainer gerade „auch nicht so stabil“ sind, klingt wie das Pfeifen im Walde. Was der Trainer meint, ist die 0:1-Niederlage der Schwaben gegen ihren Verfolger Bogen, was zugleich den Verlust der Tabellenführung bedeutete. Dass die morgigen Gastgeber deshalb an Qualität verloren haben, ist kaum vorstellbar. Eher schon, dass sie sich für die letztwöchige Pleite rehabilitieren wollen.

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Quelle: fussball-vorort.de

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