Bei Wolfratshausen erreichte keiner Normalform

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Kaum nennenswerte Aktionen hatten die Fußballer des BCF Wolfratshausen wie Yusuf Catal (am Ball) bei ihrer 1:2-Niederlage gegen die SpVgg Landshut.

BCF Wolfratshausen - Willkommen zurück in der Realität. Bei der 1:2-Heimniederlage gegen Landshut kam der BCF Wolfratshausen lediglich an den unteren Bereich seines Leistungsvermögens heran.

Verletzungsbedingte Engpässe – man kennt sie in Farchet über die Jahre hinweg zu Genüge. Bisweilen ließ sich dadurch das eine oder andere suboptimale Resultat des BCF besser erklären. An diesem Samstag hingegen gab es nur eine Erklärung: Die Mehrzahl der Farcheter Kicker erreichte kaum Normalform. Kann passieren, und wird eingedenk der jüngsten Erfolgserlebnisse auch keine übergeordnete Bedeutung erlangen. Zumal die Elf von Reiner Leitl den angenehmen siebten Tabellenplatz behält.

Andererseits lässt die achte Saisonniederlage klare Aufschlüsse über die Verfassung einiger Akteure zu. Jene, denen Reiner Leitl mangels verfügbarer Alternativen zuweilen nicht die dringend benötigte Schaffenspause verordnen konnte. Christian Duswald beispielsweise. Der 27-Jährige läuft viel – in erster Linie aber seiner Form hinterher. Leitl kennt den Grund: „Er hat viel um die Ohren, kann wenig trainieren.“ Oder Yusuf Catal. An der positiven Entwicklung der Mannschaft maßgeblich beteiligt, grundsätzlich aber noch inmitten in der Eingewöhnungsphase in den Erwachsenen-Fußball.

Duswald und Catal waren an diesem Nachmittag die offensiven Außen. Auffällige Situationen hatten beide keine zu verzeichnen. Doch auch sonst wirkte – mit wenigen Ausnahmen – kein Farcheter Akteur diesmal so richtig inspiriert. „Zuschauen, Entspannen, Nachdenken“, hieß in den 1980er Jahren eine Meditationssendung im Bayerischen Fernsehen. Und so tat es auch der BCF. Beim Treffer zum 0:1 hatten Flankengeber und Torschütze deutlich mehr als den zulässigen Bewegungsspielraum. Leitl räumte ein, seiner Elf hätten „einige Prozentpunkte“ gefehlt. Der Korrektheit halber: Einige viele. Die ungewöhnlich hohe Anzahl an Abseitsstellungen stand im umgekehrten Verhältnis zu den gewonnenen Zweikämpfen.

Landshut dagegen legte Mitte der zweiten Spielhälfte entscheidend nach. Sehenswert zudem: Der Freistoß von Bastian Aimer sei „alleine das Eintrittsgeld wert“ gewesen, goutierte Leitl den präzisen Schlenzer. Die Entstehung: Onur Misirlioglu schloss zu spät die aufrückende Abwehrlinie, musste sich so mit einem Foulspiel behelfen. Was die offensiven Aktivitäten der Platzherren betraf, ließ sich auf gut Bairisch gesagt feststellen: Nix Halbes, und nichts Ganzes. Zwei Mal Christopher Korkor, einmal Enzo Potenza mit einer als Flugball gedachten und deswegen unfreiwilligen Bedrohung für Landshuts Torhüter. Und natürlich fiel der Anschlusstreffer von Lamine Guéye kurz vor Spielende. Der nach vorne beorderte Rechtsverteidiger verlängerte ein weites Zuspiel von Potenza ohne Schnörkel in die Maschen des SpVgg-Kastens. Ein letzter Weckruf, der trotz längerer Nachspielzeit zu spät kam. Und damit symptomatisch für das Spiel der Farcheter war.

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Quelle: fussball-vorort.de

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