Traurige Angelegenheit beim BCF

Wolfratshausen kassiert 0:5-Klatsche

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Nichts zu lachen hatten BCF-Chefcoach Reiner Leitl (re.) und Co-Trainer Günther Wernthaler während der 90 Minuten beim VfR Garching. Nach dem 0:6 im Hinspiel kassierte der BCF Wolfratshausen auch im Rückspiel beim Tabellenführer eine frustrierende 0:5-Packung.

BCF Wolfratshausen - Entgegen den Erwartungen auf ein milderes Ergebnis als im Hinspiel, kassierte der BCF Wolfratshausen bei der gestrigen 0:5-Niederlage das nächste Packerl gegen Regionalliga-Absteiger VfR Garching.

38 Gegentore kassierte der BCF Wolfratshausen in der laufenden Saison bis zum heutigen Tage. Pro Spiel sind das im Schnitt 1,9 Treffer. Das ist nicht unbedingt ein Gütesiegel für solide Abwehrarbeit. Allerdings relativiert sich dieser Wert, wenn man die beiden Aufeinandertreffen mit dem VfR Garching ausklammert. Elf Mal musste Kevin Pradl den Ball gegen den aktuellen Tabellenführer aus dem Netz holen – und damit eindeutig zuviel.

Die Garchinger zählen unstrittig nicht zu den auserkorenen Lieblingsgegnern des Ballclubs. Doch alleine an Äußerlichkeiten lässt sich die gestrige Pleite nicht festmachen. Gleichwohl dokumentiert die Missstimmung in Reiner Leitls Gefühlswelt und die daraus resultierenden Kommentare das fragwürdige Auftreten seiner Mannschaft.

Die Spielanalyse wurde zu einer einzigen Abrechnung. Dass seine Elf „heute nichts auf den Platz gebracht“ habe, war ein vornehmer Anfang. Es folgten Feststellungen wie „war nichts zu holen“ und „traurige Angelegenheit.“

Ganz offensichtlich führte der emotionale 2:1-Sieg gegen Darching aus der Vorwoche zum Irrglauben, dem Spitzenreiter könne man mit reduziertem Einsatz Paroli bieten. Anstatt mutig Zweikämpfe zu suchen, und so die spielerischen Defizite auszugleichen, sind die Farcheter „nur im Raum spazieren gegangen“. Sie hätten nicht erkennen lassen, gegen den Ersten das „bestmögliche Ergebnis“ erzielen zu wollen, so Leitl.Allerdings half zunächst auch die Gerichtsbarkeit mit. Beim frühen Führungstreffer der Platzherren stand Torschütze Oliver Hauck Leitls Erhebungen zufolge „klar im Abseits.“ Ein Rückschlag mit fatalen Folgen. „Wenn Garching in Führung liegt, spielen sie Fußball.“ Oder mit dem Gegner Katz und Maus; das wollte Leitl damit herausstreichen. Eine Tatsache, die sich nach Haucks zweitem Streich, einem Kopfballtreffer, manifestierte. Kurz vor der Pause hatten die Gäste ihre beste Phase. Luca Faganello schoss aus kurzer Distanz einen Gegenspieler an, Werner Schuhmann brachte das Spielgerät in letzter Konsequenz nicht zum freistehenden Michael Marinkovic – zwei Möglichkeiten für ein existenzielles Anschlusstor. „Das war es dann aber“, winkte Leitl ab. Garchings 3:0 durch Georg Ball – wieder mal ein Standard-Gegentor – unterlegte der Wolfratshauser Cheftrainer gar mit einem Wortwitz: „Langer Ball am kurzen Pfosten“.

Zum Lachen war freilich im Kreise der BCF-Delegation längst niemand mehr zu Mute. Zumal Christian Duswald und Michael Rauch als Strafstoß-Verursacher unfreiwillig zur negativen Ergebniskorrektur beitrugen. Duswald, der bereits Gelb verwarnt war, musste sich in der Dusche nicht anstellen, er war bereits 20 Minuten vor den Kollegen in der Kabine.

Kleiner positiver Nebeneffekt der Ampelkarte: Nach eischier endlosen Verletzungspein feierte Lech Kasperek in der Schlussviertelstunde sein Comeback im BCF-Leiberl.

Quelle: fussball-vorort.de

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