BCF Wolfratshausen patzt wieder bei Standards

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Fehler ausgebügelt: Nachdem Dominik Putzke (re.) das 0:1 mit einem schlimmen Fehlpass verschuldet hatte, glich der BCF-Defensivmann zum 1:1 aus. Den Treffer bejubelt er mit Jona Lehr (li.) und Werner Schuhmann.

BCF Wolfratshausen - So spannend die Begegnung letztlich war, und so glücklich der BCF über seinen ersten Zähler überhaupt gegen den Angstgegner sein kann: Das 3:3 gegen den TSV Bogen illustrierte Stärken und Schwächen des Teams in Perfektion.

Ein gequältes Lächeln huschte Reiner Leitl über die Lippen. Die Ausführungen seines Kollegen fand Wolfratshausens Coach irgendwie humorig. Bogens Andreas Wagner referierte über den Verjüngungsprozess seines Teams, das brenzlige Situationen mit dem routiniertem Personal der Vorjahre besser gelöst hätte. „Zwei Gegentore nach Ecken“, entfuhr es Wagner. Deshalb also Leitls Lächeln. Sein BCF hatte zuvor nämlich den neunten Treffer der laufenden Saison nach dem Flanke-Kopfball-Muster kassiert. Beruhigend, wenn auch andere Klubs diesbezüglich Steigerungspotenzial haben.

Wolfratshausen offenbarte abermals seine defensive Anfälligkeit. Ein Dreier gegen den Angstgegner – nie wäre er leichter gewesen. Doch die Farcheter standen sich selbst im Weg: Vor dem 0:1 schob Dominik Putzke den Ball in die Beine des Gegenspielers. Der pfeilschnelle Daniel Nutz lief 50 Meter – alle Farcheter waren aufgerückt – und schoss den Ball ins lange Eck. Doch Putzke wusste um seine Bringschuld. Alsbald wagte er sich nach vorne, und tatsächlich traf das Spielgerät über die Stationen Mitch Rödl und Werner Schuhmann beim routinierten Innenverteidiger ein – 1:1.

Es folgte die Phase, in der die Flößerstädter fahrlässig mit ihren Vorteilen umgingen. Schuhmann versemmelte einen Strafstoß ebenso wie wenig später einen weiteren Hochkaräter. Der Goalgetter früherer Jahre hat seinen Killerinstinkt verloren. Statt Schuhmann traf Onur Misirlioglu per Kopf zum 2:1, und alles schien gut. Der zuletzt stark kritisierte Abwehrspieler lieferte gegen Bogen eine starke Partie ab. Hätte Luca Faganello mit dem Pausenpfiff mutiger abgeschlossen, wäre die Partie womöglich bereits gelaufen gewesen.

Es kam anders. Die Gäste glichen gleich nach Wiederbeginn nach einer Ecke aus. Schütze Christian Sauerer hatte beim Vollzug alle Freiheiten. „Da kriegst du als Trainer einen Vogel“, ereiferte sich Leitl. Wohl auch in Richtung von Chris Korkor, der nicht aufgepasst hatte. Der junge Rechtsverteidiger bräuchte dringend eine Schaffenspause. So ließen sich tolpatschige Aktionen wie sein folgendes Elfmeter-Foul an Nico Beigang vermeiden. Eines aber musste man den Farchetern zu Gute halten: Sie hatten trotz großer Hitze eine schlagkräftige Antwort: Jan Penic nahm einen abgewehrten Eckstoß mutig aus der Luft. Leicht abgefälscht schlug der Ball zum 3:3 ein. Marco Höferts Freistoßknaller und Korkors Linksschuss in die kurze Ecke hätten den Sieg bringen können. Beide Male aber reagierte TSV-Keeper Waldemar Trozenko klasse.

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Quelle: fussball-vorort.de

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