Wolfratshausen verliert nach bekanntem Schema

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Ein Bein stellen wollte der BCF (re. Vicenzo Potenza) dem FC Pippinsried (li. Junis Ibrahim). Doch die Farcheter kassierten gegen den neuen Ligaprimus mit 0:1 die vierte Niederlage in Serie.

BCF Wolfratshausen - Das Drama nimmt seine Fortsetzung. Nach dem bekannten Schema verliert der BCF Wolfratshausen 0:1 gegen den FC Pipinsried – und damit zum vierten Mal in Folge.

Reiner Leitl erschien einige Augenblicke später als üblich zur Pressekonferenz. Nach dem schwer verdaulichen Spielverlauf bedurfte es einem Moment des Innehaltens. Denn kurz nach Spielschluss war der 54-Jährige auf 180. So freundlich sich der sonnige Spätsommernachmittag zunächst präsentiert hatte, so bitter endete er nämlich aus Wolfratshauser Sicht. Dabei war eigentlich alles wie immer: Die Farcheter spielen sehr ordentlich, versäumen es aber, Tore zu schießen. Dann leisten sie sich einen Kapitalfehler – und abermals einen Platzverweis. Diesmal traf es Werner Schuhmann, beziehungsweise er seinen Gegner. An der Mittellinie foulte Schuhmann ohne Sinn und Not – aber mit einer gehörigen Portion Frust – Junis Ibrahim und wurde vom Spielleiter in die Kabine geschickt.

Leitls war Referee Thomas Wagner dennoch gram. Der sei ihm schon öfters in puncto überharte Sanktionen negativ aufgefallen, meinte der Coach. Gelb hätte es eingedenk eines fairen Verlaufs der Begegnung auch getan. Doch war Schuhmanns Attacke nicht wirklich auf Balleroberung ausgelegt. Reiner Leitl geißelte diese Aktion seines Angreifers als „hirnlos“.

Wolfratshausen musste die restliche Spielzeit in Unterzahl überstehen und hätte dies wohl auch geschafft mit einer fehlerfreien Leistung. Die aber bekommen die Flößerstädter momentan nicht hin. Er und seine Mannschaft hätten einen „sehr guten Plan gehabt, der fast aufgegangen wäre“, konstatierte Leitl. Dann flankte Pipinsrieds Martin Finkenzeller auf Artur Kubica. Der stand völlig frei im hinteren Teil des Strafraums, vollstreckte per Volleyschuss in die lange Ecke. Kubicas zuständiger Bewacher war der 19-jährige Yusuf Catal, der kurz vor dem Anpfiff für den angeschlagenen Patrick Motzkau in die Startelf berufen worden war. Es war ein Bock mit Ansage: Mehrmals hatte Leitl Catal während des Spiels darauf hingewiesen, „nicht zu sehr in die Mitte zu ziehen“. Pure Unerfahrenheit kostete dem BCF die Punkte. „Letztlich waren wir beim Gegentor einer zu wenig“, monierte der BCF-Trainer.

Andererseits hätten die Platzherren das Malheur ausbügeln können. Gelegenheiten dazu hatte sie ausreichend. Basti Pummer hat „seinen Ex-Verein verschont“, wie FCP-Trainer Tobias Strobl feststellte. Schuhmann und Paul Müller vergaben weitere Chancen. Die dickste tat sich allerdings unmittelbar nach den genannten Rückschlägen auf. Urplötzlich steuerte Kristijan Cabraja alleine auf den Kasten von Tobias Antoni zu. Dessen Fußabwehr rettete Pipinsried den Dreier und damit den Sprung an die Tabellenspitze. „So einen hätte er vor einigen Wochen blind gemacht“, meinte Leitl achselzuckend. Seiner Mannschaft zollte der Übungsleiter dennoch großes Lob. Aufgrund der Gesamtleistung gewiss nicht zu Unrecht.

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Quelle: fussball-vorort.de

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