Zwei Drittel stimmen zu

Fußball-Vereine in Bayern unterstützen großteils Vorschlag des BFV - Verkehrte Welt im Würmtal

Der Ball ruht im Amateurfußball in Bayern aller Voraussicht nach noch bis mindestens September.
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Der Ball ruht im Amateurfußball in Bayern aller Voraussicht nach noch bis mindestens September.

Über zwei Drittel der Fußballvereine in Bayern stimmen für den Vorschlag des BFV, die Saison frühestens im September fortzusetzen. Im Würmtal sieht das anders aus.

Würmtal – Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat sein erstes Etappenziel erreicht und steuert auf eine Fortsetzung der derzeit unterbrochenen Saison hin; allerdings frühestens im September dieses Jahres. Am Wochenende hatte der BFV seine Vereine detailliert darüber informiert, die Spielzeit 2019/20 nicht abbrechen, sondern fortsetzen zu wollen – wenn nötig auf Kosten der Saison 2020/21.

Bis Sonntagabend hatten alle bayerischen Klubs die Möglichkeit, über den Verbandsvorschlag abzustimmen. Das Ergebnis gab der BFV gestern Nachmittag bekannt: 68,13 Prozent der Vereine, die an der Umfrage teilnahmen, stimmten demnach für die Idee des Verbands.

BFV-Präsident Koch: Auch unser Weg ist nicht perfekt

„Wir wissen, dass sämtliche Lösungen im Umgang mit dieser Saison Nebenwirkungen mit sich bringen. Natürlich auch unser Weg“, sagte BFV-Präsident Rainer Koch. „Wir sind aber nach wie vor davon überzeugt, dass das vorgeschlagene Modell unter Abwägung aller Fragen die bestmögliche Lösung darstellt.“

Das Ergebnis der Umfrage, an der sich laut Verband 73,53 Prozent der über 4000 bayerischen Fußballvereine im Spielbetrieb beteiligten, ist rechtlich nicht bindend. „Die Entscheidung trifft jetzt natürlich der Vorstand. Das steht ebenso außer Frage wie die Tatsache, dass wir uns nochmals sehr intensiv beraten werden“, kündigte Koch an.

BFV trifft finale Entscheidung wahrscheinlich am Mittwoch

Voraussichtlich wird der BFV-Vorstand das am morgigen Mittwochabend tun. Alles andere als eine Umsetzung des vorgestellten Plans ist aber kaum vorstellbar.

Insgesamt stimmten 2178 Vereine für den Vorschlag des Verbands, 1019 dagegen. Den größten Zuspruch hat der BFV im Bezirk Oberbayern, wo 75,42 Prozent der teilnehmenden Klubs mit Ja stimmten (Kreis München: 75,00 Prozent; Kreis Zugspitze: 78,65 Prozent).

Würmtal dagegen: Mehrheit der Vereine lehnt BFV-Vorschlag ab

Unter diesen 491 Vereinen, die in Oberbayern für den Weg des BFV votierten, befinden sich nur drei aus dem Würmtal: TSV Neuried, TSV Pentenried und TV Stockdorf. Gegen den Verbandsvorschlag stimmten derweil TSV Gräfelfing, SV Planegg-Krailling, DJK Würmtal und Gautinger SC. Die Vereine übten teils harsche Kritik am Vorgehen des BFV.

mg

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