Hachinger Talentschmiede

Was wurde aus Haberer, Redondo & Co.?

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Haben in Unterhaching eine sehr gute Ausbildung erhalten: Kenny Prince Redondo (l.), Andreas Voglsammer und Lucas Hufnagel (r.).

SpVgg Unterhaching - Für ihre exquisite Jugendarbeit ist die SpVgg Unterhaching landesweit bekannt. Einige hoffnungsvolle Talente haben die Münchner Vorstadt in den vergangenen Jahren verlassen und den Sprung zu renommierten Bundesliga-Klubs gewagt. Wie geht es ihnen heute?

Der Alpenbauer Sportpark hat sich längst als attraktives Sprungbrett für hochbegabte Nachwuchsspieler etabliert. Hervorragend ausbilden und dann möglichst gewinnbringend weiterkaufen: Auf diese Devise sind die Hachinger vor allem aus finanziellen Gründen angewiesen. Auch im derzeitigen Regionalliga-Kader finden sich einige Rohdiamanten, die längst das Interesse höherklassiger Klubs erregt haben: Tim Schels (18) und Luca Marseiler (20) gehören zu den jugendlichen Senkrechtstartern.

Wie es in der Bundesliga zugeht, könnten Schels und Marseiler bei einigen ehemaligen Hachingern erfragen, die in den vergangenen Jahren den Sprung in die Beletage gewagt haben. Nicht alle haben den großen Durchbruch schon geschafft. Fussball Vorort zeichnet den Werdegang von fünf ehemaligen SpVgg-Talenten nach.

Lucas Hufnagel (23)

Der offensive Mittelfeldspieler verließ die Hachinger im Sommer 2015 und suchte sein Glück beim 1. SC Freiburg. In seiner Debütsaison im Breisgau kam Hufnagel auf 19 Einsätze (1 Tor) in der 2. Bundesliga. Dabei stand er lediglich dreimal in der Startelf. In der laufenden Spielzeit sorgt die Elf von der Dreisam für Furore in der höchsten deutschen Spielklasse. Der 23-Jährige spielt dabei jedoch überhaupt keine Rolle und kam in der Hinrunde lediglich für die Reserve zum Einsatz. Doch in der Winterpause bot sich mit der Ausleihe zum 1. FC Nürnberg eine neue Chance. Bei den Franken soll Hufnagel zurück zu alter Stärke finden.

Andreas Voglsammer (25)

Der Mittelstürmer aus Rosenheim hat die 2. Bundesliga mittlerweile schon gut kennengelernt. Blieb ihm in seinen 25 Einsätzen für den 1. FC Heidenheim ein Torerfolg noch verwehrt, hat Voglsammer in der laufenden Spielzeit schon fünf Treffer im Dress von Arminia Bielefeld erzielt. Mit den Westfalen ziert der 25-Jährige derzeit das Tabellenende, für Voglsammer persönlich läuft es allerdings gut. Mit 17 Startelf-Einsätzen hat sich der ehemalige Junioren-Nationalspieler als gestandener Zweitliga-Kicker etabliert.

Kenny Prince Redondo (22)

Läuft der Deutsch-Spanier nächstes Jahr schon in der Bundesliga auf? Zurzeit sieht es ganz danach aus, liegen Redondo und der 1. FC Union Berlin doch überraschend noch vor Hannover 96 auf Rang zwei in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Seit Redondo Unterhaching im Sommer 2015 den Rücken gekehrt hat, konnte er seine Spielzeit erheblich steigern. Mit vier Torbeteiligungen hat der linke Flügelflitzer einen Anteil am Berliner Höhenflug. Zumeist fungiert Redondo unter Trainer Jens Keller als Edel-Joker (15 Einwechslungen bei acht Startelf-Einsätzen).

Janik Haberer (22)

Zweifellos der bisher erfolgreichste aus unserem Quintett der Hachinger Rohdiamanten. Über die Umwege Hoffenheim und Bochum hat Haberer beim SC Freiburg den Durchbruch in der 1. Bundesliga geschafft. In 24 Saison-Einsätzen stehen bereits acht Torbeteiligungen (vier Tore, vier Vorlagen) zu Buche. Auch U21-Nationalcoach Stefan Kuntz setzt auf die Dienste der hängenden Spitze. Mit seinen Freiburgern blickt Haberer einer absolut sorgenfreien Rückrunde entgegen und darf seine Qualitäten bei günstigem Verlauf in der nächsten Spielzeit sogar auf internationalem Parkett unter Beweis stellen.

Michael Zetterer (21)

Wann klappt´s endlich mit dem Debüt? Seit seinem Wechsel im Januar 2015 stand Michael Zetterer zwar bereits 28 mal im Bremer Bundesliga-Kader, Spielminuten sind für den 21-jährigen Münchner jedoch noch nicht verbucht. Obwohl die Torhüterposition seit dem Abgang von Tim Wiese als Werderaner Sorgenkind gilt, hat Zetterer seine Chance noch nicht erhalten. Für den Junioren-Nationalspieler gilt es nun, sich im Training und bei seinen Einsätzen für die Amateure in der 3. Liga anzubieten.

Zweifellos könnte man die Liste der Hachinger Talente, die in den vergangenen Jahren ausgezogen sind, um die große, weite Bundesliga-Welt zu erkunden, durch weitere Namen ergänzen. Janik Haberer stürmt in Freiburg etwa mit einem gewissen Florian Niederlechner. Mit Spannung darf erwartet werden, welcher SpVgg-Rohdiamant dem Beispiel des Quintetts schon bald folgt.

Quelle: fussball-vorort.de

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