Stimmen zum Derby in Unterföhring

Yilmaz: "Habe eingefädelt. Wir brauchten das Tor"

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Protagonist bei zwei Treffern: Yasin Yilmaz (links; mit Orhan Akkurt).

SV Heimstetten - Schlitzohrig oder unfair? Yasin Yilmaz ist nach dem späten Elfer zum 2:2 gandenlos ehrlich. Die Stimmen zum Derby zwischen Unterföhring und Heimstetten.

Wenn sich Yasin Yilmaz und Sebastian Paul in die Quere kamen, wurde es spannend. Unterföhrings Sechser und Heimstettens Innenverteidiger waren die entscheidenden Protagonisten des 1:2 und des 2:2. Nach dem Schlusspfiff waren die Kicker ein Herz und eine Seele. Lachend diskutierten sie die Geschichten, die der Fußball schreibt.

Zuerst gab es den Heimstettener Führungstreffer direkt nach der Pause. Paul köpfte und Yilmaz fälschte unhaltbar für seinen Torwart ab. Der Heimstettener teilte die Blumen für eines seiner eher rar gesäten Tore mit dem Gegner: „Wenn Yasin ihn nicht abfälscht, dann geht der auch nicht rein.“ Danach musste er seinen Offensivkräften zusehen, wie sie die Vorentscheidung verpassten: „Das 3:1 müssen wir machen.“

Und dann kam das Foul, das keines oder maximal ein halbes war. Die Version Paul: „Ich wollte den Pass nach innen blocken und er fiel ins Aus. Das ist einfach nur bitter.“ Nur weil Paul ein unendlich lieber Mensch ist, gab es keinen Kommentar Richtung Schiedsrichter.

Yasin Yilmaz wusste auch um das Glück beim Pfiff. Er war gnadenlos ehrlich bei seiner Schilderung: „Ich habe mich bei Sebastian eingefädelt. Die Berührung war da und deshalb war es keine direkte Schwalbe. Wir brauchten in der Szene das Tor.“

Yilmaz kritisierte, dass seine Mannschaft in Durchgang zwei nicht mehr Fußball gespielt habe: „Das Bolzen ist nichts für uns. Deshalb ist das Ergebnis am Ende glücklich.“ Sein Gegenüber Sebastian Paul kam auch schnell zur Bewertung: „Wir müssen zur Tabellenspitze etwas aufholen, also ist ein Punkt zu wenig.“ Aber er sah auch smart lächelnd die kniffligen Details der Derbys: „Unterföhring ist eine spielstarke Mannschaft und dazu kommt noch der kleine Platz. Das ist dann nicht nur Friede, Freude, Fußballspielen…“

Das sagen die Fans

"Die ersten 45 Minuten waren vom SV Heimstetten nicht in Ordnung. Aber nach der Pause waren wir klar stärker und hatten da auch genug Chancen für das 3:1. Wir müssen einfach nur das Tor machen, dann ist das Spiel daheim. Über den Elfmeter zum 2:2 kann ich nichts sagen, da war ich auf meinem Platz etwas weit weg."

Martin Hornburger (60) aus Heimstetten

"Am Schluss hatten wir Glück. Wir waren in der zweiten Halbzeit vogelwild und hätten das 1:3 eigentlich kassieren müssen. Aber wir hätten am Anfang auch 2:0 führen können. Das Rennen um den Aufstieg sehe ich entspannt. Wenn wir am Ende unter die ersten fünf Mannschaften kommen, ist das im vierten Bayernligajahr in Ordnung."

Stefan Prieler (50) aus Unterföhring

Quelle: fussball-vorort.de

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