Remis gegen Verfolger TSV Rain

Zander schießt SVP zur Herbstmeisterschaft

Mit seinem Tor zum 1:1-Ausgleich schießt der eingewechselte Max Zander den SV Pullach zum Gewinn der Herbstmeisterschaft. Foto: Robert Brouczek

SV Pullach – Dank eines 1:1 (0:1) gegen den Verfolger TSV Rain hat der SV Pullach die Vorrunde der Fußball-Bayernliga Süd auf Rang eins abgeschlossen.

Theo Liedl streckte nach dem Schlusspfiff nur den Daumen nach oben und grinste: „Herbstmeister!“ Der inoffizielle Titel schien Pullachs Manager offenbar mehr zu bedeuten als seinem Trainer. „Ich habe nicht gesehen, dass BFV-Präsident Koch hier mit Medaillen wartet“, witzelte Frank Schmöller, räumte aber immerhin ein: „Es ist schon eine Bestätigung für gute Arbeit.“Was sein Team im ersten Durchgang gegen den Tabellendritten aus Rain leistete, gefiel dem SVP-Coach allerdings nicht: „Eine Körpersprache wie ein Aal“ hatte er gesehen, außerdem „zu einfache Ballverluste“. So war die Pausenführung der Gäste durch Johannes Rothgangs Kopfball nach einer Ecke (37.) nicht unverdient, obwohl die Pullacher bis dahin die besseren Chancen durch Alexander Benede (23.), Andreas Roth (35.) und Alexander Jobst (36.) verzeichnet hatten. Auf der anderen Seite verhinderte SVP-Keeper Marjan Kransic mit einer Glanzparade gegen den vom eigenen Stürmer Lukas Dotzler abgelenkten Ball einen höheren Rückstand (42.).„Es war lange ein typisches Spitzenspiel, in dem beide Mannschaften nicht viel zugelassen haben. Mit dem Tor ging dann die Dose auf, es entwickelte sich eine ganz andere Dynamik“, so Schmöller. „In der zweiten Halbzeit haben beide Mannschaften mit offenem Visier gespielt.“Der Trainer hatte seinen Anteil an der Steigerung, indem er Max Zander als zweiten Stürmer brachte, und zwar anstelle von Rechtsverteidiger Kevin Nsimba, für den Christoph Dinkelbach nach hinten rückte. Außerdem ersetzte Niklas Mooshofer den nach einem Kopfballduell angeschlagenen Alexander Jobst in der Innenverteidigung. Beide Einwechslungen erwiesen sich als Glücksgriffe: Zander wuchtete nach Daniel Leugners schöner Vorarbeit den Ball mit viel Körpereinsatz aus kurzer Distanz ins Netz (59.). „Eine Energieleistung!“, lobte Schmöller. Mooshofer stand immer wieder goldrichtig, um Rains im Ansatz stets gefährlich wirkende Attacken abzufangen, war auch im Zweikampf nicht zu überwinden und bekam ebenfalls ein Extra-Kompliment vom Coach: „Er hat fast jeden Ball gewonnen.“Was Schmöller nach der Pause allerdings immer noch fehlte, war die letzte Konsequenz im Abschluss. So hatte allein Torjäger Dotzler zwei Riesenmöglichkeiten, fabrizierte aber nur bessere Rückgaben (79., 82.). Einen gefährlichen Schuss brachte er nur aus fast unmöglichem Winkel zustande, doch ein Verteidiger klärte auf der Linie (87.), ebenso wie zuvor bei Roths Versuch (77.). „Am Schluss wäre auch ein Sieg möglich gewesen, aber unterm Strich war es ein leistungsgerechtes Unentschieden, mit dem wir auch zufrieden sind.“

Quelle: fussball-vorort.de

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