Zehn Kapitäne steuern die SpVgg

Ganz entspannt vor dem Saisonstart: (v.l.) Teamchef Manuel Baum, Pressesprecher Johannes Müller und Trainer Claus Schromm gestern beim Pressegespräch im Biergarten des Unterhachinger Sportparks. Foto: rmf

Unterhaching - Gelassen und mit mehreren Kapitänen blickt die SpVgg Unterhaching dem Drittliga-Auftakt am Samstag entgegen.

Richtig entspannt sitzen Manuel Baum und Claus Schromm bei strahlend blauem Himmel im Biergarten des Unterhachinger Sportparks. Der Teamchef und der Cheftrainer der SpVgg Unterhaching blicken auf die an diesem Samstag beim SSV Jahn Regensburg beginnende Saison voraus (14 Uhr). Nicht nur das blendende Wetter, sondern auch die gelungene Vorbereitungsphase der SpVgg lässt das Trainerteam hoffnungsvoll in die neue Saison vorausschauen. „Die guten Tests geben uns Sicherheit“, sagt Schromm.

Für die junge Hachinger Truppe spielen Erfolgserlebnisse eine zentrale Rolle. In den zehn Testspielen befanden sich namhafte Gegner wie der mehrmalige Champions League-Teilnehmer vom FC Basel oder der Bundesligist vom 1. FC Nürnberg, gegen die die SpVgg eine gute Figur machte. Neben dem Spiel gegen Basel (0:2) ging insgesamt nur ein weiterer Test, das erste Freundschaftsspiel gegen die U20 von Nigeria (0:3), verloren. „Die Ergebnisse waren wichtig. Die Mannschaft gewinnt an Glauben, dass unser Konzept funktioniert“, sagt Baum.

Seine Hausaufgaben vor dem dem bayerischen Derby in Regensburg hat der Vorjahres-Neunte gemacht. Wer diese von den Spielern am besten erledigt hat, ist für das Trainerteam nicht zwingend entscheidend. Individuelle Klasse spielt nicht die zentrale Rolle. Eine feste Hackordnung mit gesetzten Spielern sucht man deswegen im Unterhachinger Sportpark vergebens. „Es wird wieder keine richtige Stammelf geben. Das lassen wir so weiterleben“, sagt Baum. Vielmehr soll es, wie bereits bei den Testspielen erfolgreich bewiesen, die Breite im Kader richten. „Wir wollen über das ganze Jahr hinweg die beste Elf spielen lassen“, beschreibt Schromm die Situation.

Aufgrund der flachen Hierarchie hat sich der Neunte aus dem Vorjahr auch bei der Kapitänssuche etwas Neues ausgedacht. Anstatt eines Kapitäns sollen ab sofort mehrere Spieler die Verantwortung übernehmen. Aufgeteilt sind die Abteilungen der einzelnen Kapitäne in Jugend, Organisation und Sozialkompetenz. In jedem Bereich sollen sich gleich mehrere Kapitäne um ihre Aufgabe kümmern. „Wir wollen uns da nicht auf einen Kapitän fokussieren“, sagt Baum. Zehn Spieler haben sich Baum und Schromm zunächst für die angedachten Aufgaben herausgesucht. Im Anschluss wählte die Mannschaft unter den Auserwählten ihre Favoriten für jeden Teilbereich. Als Kapitäne auf dem Spielfeld kristallisierten sich dabei letztendlich drei Kandidaten heraus. Maximilian Welzmüller, der bei den Testspielen meist als Kapitän auflief, wird an erster Stelle zukünftig die Spielführerbinde tragen. Dahinter folgen Benjamin Schwarz und Jonas Hummels als die beiden weiteren Kapitäne auf dem Spielfeld. Als Anführer sieht Baum diese drei Spieler jedoch nicht. „Das heißt nicht, dass der Kapitän das alleinige Sagen hat.“

Quelle: fussball-vorort.de

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