Punkt gegen Feuchtwangen hilft keinem

SCF zeigt Kampfgeist, tritt aber auf der Stelle

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War mit der Moral seiner Elf gegen Feuchtwangen zufrieden: SCF-Coach Tarik Sarisakal.

SC Fürstenfeldbruck - Die Fußballer des SC Fürstenfeldbruck hängen weiter im Tabellenkeller fest. Beim 3:3 (1:2) gegen Schlusslicht Feuchtwangen zeigte die Mannschaft vor 130 Zuschauern zwar Moral und holte zweimal einen Rückstand auf.

„Aber in der Tabelle kommen wir damit nicht vom Fleck“, konstatierte Trainer Tarik Sarisakal. Wutentbrannt feuerte Karol Kopec nach Spielende seine Schutzmaske auf den Rasen im Stadion an der Klosterstraße. Tragen musste er den Gesichtsschutz, weil er sich den Wangenknochen gebrochen hatte. 90 Minuten lang fühlte sich der polnische Torjäger wohl wie ein Eishockey-Torwart – zumindest beklagte er sich lautstark über das schlechte Gefühl, das er hinter der Maske hatte.

Doch trotz der Einschränkung war es Kopec, der dem SCF mit seinem Tor zum 3:3 praktisch in letzter Sekunde noch einen Punkt gegen den Tabellenletzten sicherte. Dass das zu wenig ist, weiß auch Coach Sarisakal. Dennoch verweist er zunächst mal auf das Positive: „Wir haben Feuchtwangen in der Tabelle auf Distanz gehalten.“ Und: „In der zweiten Halbzeit haben wir dominiert, deshalb ist das 3:3 hochverdient.“

Deutlich kritischer ging der Übungsleiter mit den ersten 45 Minuten um. „Da haben wir ganz schlecht gespielt, Feuchtwangen war klar besser.“ Tatsächlich standen die Brucker in dieser Phase immer zu weit weg vom Gegner und kamen dementsprechend in jedem Zweikampf einen Schritt zu spät. „Wir haben nur reagiert und nicht agiert“, sagte Sarisakal.

Die Folge war ein schneller Rückstand: Zweimal traf Feuchtwangens Manuel Reichert in der ersten halben Stunde. Und wahrscheinlich wäre der 0:2-Rückstand schon der Todesstoß gewesen, wenn Kapitän Fabian Meinberger nicht noch vor der Pause zum 1:2 getroffen hätte. „Wir können von Glück reden, dass wir mit dem Tor noch vor der Pause ins Spiel zurückgefunden haben“, sagte Sarisakal.

Mit dem Schub des Treffers im Rücken agierten die Brucker im zweiten Durchgang deutlich aggressiver. Herausgespielte Torchencen blieben zwar weiter Mangelware. Aber der Einsatz wurde trotzdem belohnt: Marian Meier verwandelte einen von Gästekeeper Michal Walotek verursachten Foulelfmeter. Fast im direkten Gegenzug gab allerdings wieder eine kalte Dusche, als Soner Basar freistehend zum 3:2 für Feuchtwangen traf. Kopecs neuerlichen Ausgleich bejubelten die Brucker zwar lautstark. Mit Blick auf die Tabelle war das aber zu wenig.

Quelle: fussball-vorort.de

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