Ziege: "So darf man nicht verteidigen"

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Christian Ziege fordert vor dem gegnerischen Tor mehr Entschlossenheit.

SpVgg Unterhaching - Da waren’s nur noch zwei. Durch die 0:3-Niederlage in Cottbus rutschte die SpVgg Unterhaching noch tiefer in die Krise. Der Vorsprung auf die Abstiegszone verringerte sich weiter.

Diesmal war aber etwas anders im Vergleich zur vorangegangenen Pleite gegen den VfB Stuttgart II. Da wollte Cheftrainer Christian Ziege trotz der tor- und punktlosen Ausbeute seiner Mannschaft angesichts einen guten Spiels keinen Vorwurf machen. Nach dem Abpfiff in Cottbus war Ziege sauer. „Sauer, weil wir uns immer alles selber kaupttmachen“, schimpfte er, „und das ist jede Woche das selbe. Durch unsere eigenen Fehler bringen wir uns um unseren Lohn, das ist verdammt ärgerlich.“

Im Gegensatz zum Stuttgart-Spiel zeigten die Hachinger im Duell der früheren Bundesligisten keine berauschende Vorstellung, hätten aber dennoch nicht als Verlierer vom Platz gehen müssen – hätte die Konzentration länger gereicht als bis zur 65. Minute. Da gelang den Gastgebern das 1:0, nur zehn Minuten später hatten sie zwei weitere Treffer nachgelegt und die Partie war entschieden. „Auf einmal stand’s 3:0“, sagte Energie-Torschütze Kleindienst und beschrieb damit treffend, wie unvorhersehbar bis dahin ein so deutliches Ergebnis gewesen war.

Zuvor waren die Hachinger sowohl in die erste als auch in die zweite Halbzeit als das aktivere und zielstrebigere Team gestartet, ohne allerdings zu guten Torchancen zu kommen. Der erste Durchgang blieb insgesamt weit von einer guten Partie entfernt, allerdings ließ die SpVgg in der Defensive nur eine wirklich gefährliche Szene zu: Holz zog volley ab, Keeper Michael Zetterer lenkte den Ball über die Querlatte. Das war schon kurz vor der Halbzeit.

Danach nutzte Cottbus die nächste Gelegenheit in der 65. Minute: Die Verteidiger zu weit von den Gegenspielern weg, nach einem Freistoß stand Innenverteidiger Möhrle völlig frei und schob zum 1:0 ein. Ziege raufte sich schon da die Haare: „Bis zum ersten Tor hatten wir wenig Probleme, in der zweiten Halbzeit haben wir das gut gemacht. Aber so darf man einfach nicht verteidigen.“

Es kam noch schlimmer: Ein paar Minuten später durfte Kleindienst von der Strafraumgrenze abziehen und traf mit seinem satten Schuss zum 2:0. Wieder kurz darauf köpfte der gerade eingewechselte Fabian Götze den Ball nach einer Flanke ins eigene Netz. „Wir versuchen die ganze Woche und auch heute auf dem Spielfeld alles richtig umzusetzen“, murrte Ziege anschließend, „aber dann kriegen wir so bescheuerte Tore. Wir müssen besser verteidigen.“

Ein anderes Problem als vor einer Woche, als die mangelhafte Chancenverwertung einem Erfolg im Weg standen. In Cottbus kam die SpVgg nicht einmal zu Tormöglichkeiten. Auch das kritisierte der Cheftrainer: „Vorne fehlt uns die Überzeugung, Tore zu machen. Wir haben die letzte Konsequenz nicht.“

Am kommenden Samstag empfängt die SpVgg im Sportpark den Aufstiegsaspiranten Dynamo Dresden, der sich zurzeit im Stimmungshoch befindet. Es bleibt derzeit nur zu hoffen, dass die Hachinger dann etwas zu dem zu erwartenden Fußballfest betragen können – erwartet werden mindestens 6000 Zuschauer (4000 Tickets an Dynamo-Fans wurden bereits verkauft). Sonst droht ein Vorrunden-Finale auf den Abstiegsplätzen.

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Quelle: fussball-vorort.de

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