Ziege: "Und täglich grüßt das Murmeltier"

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Christian Ziege muss seine Mannschaft bis zum Spiel am Samstag gegen den MSV Duisburg wieder aufrichten.

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching verliert das vierte Spiel in Serie. Und das nach einem inzwischenbekannten, frustrierenden Schema für die Elf von Trainer Christian Ziege.

Man sah es Christian Ziege nach dem Abpfiff recht deutlich an. Er steuerte von der Trainerbank auf den Platz, Schultern und Kopf gesenkt – was sagt man seinen Spielern in so einem Moment? Die Unterhachinger lagen verstreut auf dem Rasen, die wenigen, die noch standen, stützten die Hände auf die Knie. Das 1:3 gegen Arminia Bielefeld war die vierte Niederlage in Folge, die Szenerie erinnerte bereits an Abstiegskampf.

„Es ist bei uns ,Und täglich grüßt das Murmeltier’“ , sagte Ziege, als er später vor die Reporter trat, „wir müssen an unserer Effizienz arbeiten – und daran, beschissene Gegentore zu verhindern.“ Der Gruselfaktor steigt beim Drittligisten – und das ist gar nicht auf das Spielerische bezogen, was die Sache noch gespenstischer macht.

Zieges Team spielte auch gestern Abend zumindest in der ersten Halbzeit mit Ideen, doch die Niederlagen erfolgen inzwischen nach einem frustrierendem, immer gleichen Schema: Vorne verstreichen zu viele meist wirklich schön herauskombinierte Chancen ungenutzt, und hinten werden Aussetzer locker sanktioniert. „Das ist unser Problem: Wir spielen richtig guten Fußball, aber wir werden nicht belohnt“, fasste Ziege zusammen. „Ich werde nichts tun, um mein Team von seinem Weg abzubringen. Wir haben nur eine Ergebniskrise, aber ansonsten keine Krise.“

Das Spiel ließ sich gestern Abend auf folgende Aufreger verknappen: Riesenchance Alon Abelski (16. Minute), Riesenchance Pascal Köpke (18.), 0:1 Tom Schütz (21.), 1:1 Andreas Vogelsammer (26.), 1:2 Christian Müller (41.), 1:3 Fabian Klos (57.), Riesenchance Abelski (Nachspielzeit). Wobei die Platzherren in der zweiten Hälfte kaum noch so wirkten, als könnten sie den Rückstand aufholen. Wo sie in Durchgang eins noch frech und unbeeindruckt attackierten, ließen sie sich nach dem Wiederanpfiff den Schneid abkaufen. Die Körpersprache ließ nicht gerade darauf schließen, dass man für den Abstiegskampf gerüstet ist.

Bangen um verletzten Kapitän Erb

Fabian Götze war zurückgekehrt, er spielte in der ersten Hälfte stark. Mario Erb verletzte sich hingegen, ob er am Freitag gegen Duisburg fit wird, ist fraglich. Sascha Bigalke stand gestern nicht im Kader, soll aber in drei Tagen wieder dabeisein. Es gab schon bedenklichere Personalnotstände, also lässt sich auch das nicht als Grund der Misere heranzitieren.

Selbst Gäste-Coach Norbert Meier wirkte, als hätte er Mitleid. „Wir sind in der ersten Halbzeit auf einen sehr spielstarken Gegner getroffen, es war bis zur Pause eine enge Kiste“, sagte er, „wir haben dann die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“ Wie das geht, ist ein Mysterium, das die Hachinger möglichst bald entschlüsseln müssen. Sonst wird das Bild, das die SpVgg nach dem Abpfiff abgab, zur Dauer-Erscheinung.

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Quelle: fussball-vorort.de

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