Ziege: "Viele haben sich weiterentwickelt"

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Für Christian Ziege überwiegen die schönen Momente bei der Spielvereinigung.

SpVgg Unterhaching - Im März 2014 übernahm Christian Ziege bei der SpVgg Unterhaching den Posten des Cheftrainers. Diesen Freitag feiert er sein Einjähriges in der Münchner Vorstadt. Am...

SpVgg Unterhaching - Im März 2014 übernahm Christian Ziege bei der SpVgg Unterhaching den Posten des Cheftrainers. Diesen Freitag feiert er sein Einjähriges in der Münchner Vorstadt. Am Samstag geht es daheim gegen die Stuttgarter Kickers. Im tz-Interview steht er Rede und Antwort.

Herzlichen Glückwunsch zum einjährigen Dienstjubiläum!

Ziege (lacht): Ja, Wahnsinn. Die Zeit ging wirklich sehr schnell vorbei.

Überwiegen die schönen oder weniger schönen Augenblicke?

Ziege: Für mich überwiegen klar die schönen Momente. Sicher gehört viel Arbeit dazu, vielleicht sogar mehr als bei anderen Vereinen. Aber es macht auch sehr, sehr viel Spaß.

Ihr Jahresergebnis sind 11 Siege, 9 Remis, 18 Niederlagen. Wie starke Nerven braucht man als Unterhaching-Trainer?

Ziege: Mir war von Beginn an bewusst, dass die Bilanz eher schwierig wird. Als ich kam, haben wir komplett gegen den Abstieg gespielt. In dieser Saison ist es im Prinzip genauso. Man muss mit Niederlagen umgehen können.  

Welche Fortschritte hat das Team gemacht?

Ziege: Viele Spieler haben sich brutal weiterentwickelt. Aber sie bekamen damit auch die Möglichkeit, den Verein zu verlassen. Federführend war Andreas Voglsammer (wechselte nach Heidenheim, d. Red.). Genauso Michael Zetterer, der jetzt in Bremen spielt.

Schmerzhafte Abgänge…

Ziege: Es war klar, dass das für uns in Unterhaching schwierig wird. Und dass wir aus Spielern, die nicht über viel Erfahrung verfügen, das Beste machen müssen. Ich bin aber weit davon entfernt, deshalb zu jammern. Bei Spielern wie Damian Gaska und Dominik Widemann ist es nämlich schön zu sehen, wie die sich reinschmeißen.

Welche ist Ihre schönste Erinnerung des Jahres?

Ziege: Am liebsten denke ich daran zurück, dass wir nach der anstrengenden Arbeit im letzten Jahr in der Dritten Liga geblieben sind. Genauso freut mich, dass Michael Zetterer, Thomas Hagn und Pascal Köpke unter uns Nationalspieler geworden sind. Auch Danilo Dittrich steht beim DFB auf der Liste. Und unser Torhüter Stefan Marinovic wird wohl demnächst ein Spiel für Neuseeland machen. Das ist positiv.

Was war der bitterste Augenblick?

Ziege: Jede Niederlage ist ein bitterer Moment. Daran merkt man, dass qualitativ gute Spieler gehen. Da muss man aber jedes Mal sagen: Dieser Abschnitt ist beendet. Jetzt beginnt ein neuer.

Die vergangenen Wochen waren sportlich nicht einfach, der Klassenerhalt (Platz 15) ist noch nicht sicher. Glauben Sie an die Wende?

Ziege: Auf jeden Fall! Ich fand unsere Leistung in den letzten Wochen eher unglücklich als schlecht. In der Hinrunde hatten wir eine Serie von sieben Spielen ohne Sieg und da sind wir auch gestärkt rausgekommen. Wir müssen weiter positiv arbeiten und alles in die Waagschale werfen.

Am Samstag geht’s gegen die fünftplatzierten Stuttgarter Kickers um die Ex-Hachinger Korbinian Müller und Manuel Fischer.

Ziege: Es gibt keine einfachen Gegner. Trotzdem finde ich, dass die Kickers mit die beste Mannschaft in der Liga sind, die zu Recht da oben steht. Vielleicht zu Unrecht nicht ganz oben…

Wo sehen Sie sich am 20. März 2016?

Ziege: Ich habe keine Ahnung, so weit schaue ich nicht voraus. Ich konzentriere mich darauf, meine jetzige Aufgabe möglichst gut zu erfüllen.

Abschließend: Welchen Wunsch haben Sie zum Jubiläum?

Ziege: Dass meine Familie gesund bleibt.

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Quelle: fussball-vorort.de

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