Zieges Frustschuss weckt die SpVgg auf

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Ausgelassene Stimmung herrscht bei den Haching-Fans nach dem 3:1-Heimsieg gegen Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach. Die SpVgg bleibt auch im vierten Saisonspiel ungeschlagen.

SpVgg Unterhaching - Nach dem zweiten Sieg in Serie klettert die SpVgg Unterhaching in der 3. Liga in Richtung Aufstiegsplätze. Die Ziege-Elf bog sogar einen Rückstand um.

Der Erfolgslauf der SpVgg Unterhaching hält weiter an. Die Hachinger blieben auch im vierten Saisonspiel unbesiegt und gewannen gegen die SG Sonnenhof Großaspach mit 3:1 (1:1). Vor 2800 Zuschauern im Alpenbauer Sportpark in Unterhaching langte es trotz einer schwachen Anfangsphase inklusive eines 0:1-Rückstandes zum zweiten Sieg in Serie. „Das Ergebnis ist auf jeden Fall super. Ich bin glücklich“, sagte Trainer Christian Ziege.

In der Partie zeigte sich der Fußballlehrer zunächst in keiner guten Laune. In der 34. Minute verlieh Ziege seiner Stimmung Ausdruck: Er lief auf den in Richtung Trainerbank ins Seitenaus springenden Ball zu und drosch das Spielgerät wutentbrannt per wuchtigen Hüftdrehstoß wieder zurück ins Spielfeld. Der Grund für Zieges Ärger: Seine Mannschaft spielte in der ersten halben Stunde nicht nach seinen Vorstellungen. Und noch viel schlimmer: Die Großaspacher führten nach einer chancenarmen Anfangsphase durch einen Kopfball von Pascal Sohm mit 1:0 (18.). Die Hachinger hingegen fanden bis auf harmlose Distanzschüsse von Alon Abelski (29.) und Josef Welzmüller (33.) überhaupt keinen Zug zum Tor.

Das Spiel nach vorne besserte sich erst nach Zieges wuchtigen Frustschuss. Andreas Voglsammer wurde von Großaspachs Torwart Kevin Kunz nach einer hohen Hereingabe im Strafraum zu Fall gebracht. „Der Torwart räumt mich über den Haufen“, bezeichnete es der lauffreudige Angreifer. Der gute Schiedsrichter Franz Bokop deutete auf den Punkt, Mario Erb versenkte den fälligen Elfmeter zum 1:1 (42.). Nach einer Chance von Voglsammer (45.), der an Kunz scheiterte, ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel wirkten die Hachinger wesentlich mutiger, auch wenn Torchancen bis auf einen Kopfball von Voglsammer (51.) zunächst noch Mangelware blieben. Auf der Gegenseite gab der Aufsteiger aus Baden-Württemberg Stück für Stück das Spiel aus der Hand. Voglsammer bestrafte die vor zehn Jahren noch in der württembergischen Landesliga kickenden Gäste für die Nachlässigkeit: Einem weiten Abschlag von SpVgg-Torwart Michael Zetterer lief Voglsammer hinterher, überlief einfach seine zwei Gegenspieler und schob per sattem Schuss ins linke Eck zum 2:1 ein (62.). Ein Foul wollte der bullige Angreifer bei der Balleroberung nicht erkannt haben. „Wenn die zwei sich von einem kleinen 1,80 Meter-Knirps wie mir wegdrücken lassen, kann ich auch nichts dafür“, sagte Voglsammer in Richtung der beiden indisponiert wirkenden Gäste-Verteidiger.

Die SG versuchte postwendend, zurückzuschlagen. Doch der eingewechselte Tobias Rühle verpasste eine Hereingabe knapp (64.) und Sahr Senesie scheiterte per Hackentrick an Zetterer (65.). Ein Treffer gelang dann den Hachingern: Yannic Thiel legte, anstatt selbst aufs Tor zu schießen, von rechts uneigennützig quer zu Pascal Köpke, der den Ball zum 3:1 nur noch ins leere Tor einschieben musste (68.). „Er bekommt noch ein Sonderlob von mir“, kündigte der Torschütze an.

Nun bäumten sich die Gäste ein letztes Mal auf. Hachings Schlussmann Zetterer musste einen Fernschuss von Großaspachs Kapitän Daniel Hägele parieren (69.). SG-Angreifer Senesie versagten vor dem Hachinger Tor die Nerven. Freistehend schoss der Ex-Burghausener rechts am Tor vorbei (73.).

Danach spielte nur noch Haching gegen nun völlig unsortierte Gäste. Köpke ließ zwei Großchancen liegen (74./82.). Der eingewechselte Dominik Widemann fand bei seinem Schuss in Kunz seinen Meister (84.). Und Stefan Haas zielte vorbei (87.).

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Quelle: fussball-vorort.de

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