Tennis

WM-Bronze im Doppel: Toni Stippler krönt eine grandiose Saison

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Er hat viel investiert und ganz viel gewonnen: Toni Stippler trainierte heuer doppelt so viel wie in den Jahren davor – und belohnte sich selbst mit zahlreichen Erfolgen bei diversen Meisterschaften.

Er flog nach Miami, um Geschichte zu schreiben – und kam tatsächlich mit einer Medaille nach Hause: Toni Stippler von der SpVgg Zolling hat dieses Jahr viel in seinen Tennissport investiert und belohnte sich bei der WM der Herren 35 mit der Bronzemedaille im Doppel.

Zolling – Er flog nach Miami, um Geschichte zu schreiben – und kam tatsächlich mit einer Medaille nach Hause: Toni Stippler von der SpVgg Zolling hat dieses Jahr viel in seinen Tennissport investiert und belohnte sich bei der WM der Herren 35 mit der Bronzemedaille im Doppel.

Die Reise nach Miami hatte sich rentiert und damit auch der ganze Aufwand: Der Zollinger Publikumsliebling hat heuer seine Ernährung umgestellt und den Trainingsaufwand erhöht – mit dem Ziel, zum Jahresende in Florida die Weltmeisterschaften der Herren 35 zu bestreiten. „Ich habe doppelt so viel trainiert wie in den Jahren zuvor“, erzählt der Tennisspieler. Bereits der Weg dorthin war mit einigen schönen Erfolgen gepflastert: Dazu gehören der zweite Platz bei den bayerischen Meisterschaften der Herren 35, die Oberbayerische Vizemeisterschaft bei den Herren 30 oder der Sieg bei dem prestigeträchtigen Turnier in Eichenau.

Bärenstarke Saison in der Regionalliga

Hinzu kam eine bärenstarke Saison in der Regionalliga der Herren 30 mit der SpVgg Zolling. Dort wurde das Team aus dem Ampertal Dritter – und Stippler hatte die beste Bilanz aller Spieler. Mit 5:2 im Einzeln und 5:2 im Doppel beendete der Fanliebling die Punkterunde.

Und dann war da natürlich noch Miami. Im Einzel startete Stippler mit glatten Siegen über den Kanadier Justin Kates (6:2 und 6:4) und den Norweger Jonathan Dalnoki (6:3, 6:0). Endstation war schließlich im Achtelfinale mit einer 3:6, 5:7-Niederlage gegen den Franzosen Mark Burgos, der danach weiter bis ins Halbfinale marschierte.

Im Doppel waren Stippler und sein ukrainischer Partner Andriy Baidikov an Vier gesetzt – und wurden dieser Einschätzung mit dem Einzug ins Halbfinale auch gerecht. Dort fehlten gegen das amerikanische Duo Blankenbaker/Colley beim 4:6, 6:4 und 4:10 nur sechs Punkte zum Weiterkommen ins Endspiel. Diese Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft ist dennoch Stipplers größter Erfolg.

„Im nächsten Jahr wäre es schon spannend, mit einer größeren Gruppe aus Zolling zur Weltmeisterschaft zu fahren“, sagt Stippler. Gespielt wird im September in Kroatien, wegen des europäischen Spielorts sind wohl auch mehr Meldungen zu erwarten. Neben ihm sind Philipp Knieper, Herbert Jarczyk und Jan Macek Kandidaten für die Teilnahme. Stippler selbst kann jedoch noch nicht sagen, ob er den Fokus noch einmal so stark auf den Tennissport legen kann wie dieses Jahr, sollten bei ihm berufliche Veränderungen anstehen. Der 36-Jährige ist in seiner Altersklasse derzeit die Nummer 49 in der Weltrangliste und hätte damit den WM-Startplatz recht sicher.

Stippler winkt ein Duell mit Ex-Profi Marcos Baghdatis

Die ganzen Erfolge haben aber auch den Nebeneffekt, dass Toni Stippler bei der Einstufung der Leistungsklassen massiv aufsteigt und dadurch wohl auch die Nummer eins der Regionalliga-Mannschaft wird. Für die neue Saison hat er vor allem das Duell mit dem Meisterschaftsfavoriten TC Pfarrkirchen im Blick, wo mit Marcos Baghdatis ein ehemaliger Weltklasse-Profi gemeldet ist. „Dieses Match will ich zumindest nicht 0;6, 0:6 verlieren“, sagt Toni Stippler.

Angesichts des starken Kaders des TC Pfarrkirchen ist es unwahrscheinlich, dass die seit Jahren vorne mitspielenden Zollinger vielleicht doch den Aufstieg in die Bundesliga schaffen könnten. „Das wäre natürlich schön“, sagt die neue Nummer eins. „Aber wir werden nicht jünger und sind mit unseren Möglichkeiten in der Regionalliga ganz gut aufgehoben.“

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Quelle: Merkur.de

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