Zufrieden mit einem Zähler

Einige dicke Möglichkeiten hatte der BCF Wolfratshausen in der ersten Halbzeit, zum Beispiel durch Christoph Hüttl (Mi.). Am Ende reichte es im ersten Heimspiel gegen den TSV Schwabmünchen nur zu einem 1:1-Remis. foto: hans lippert

Wolfratshausen - Ein abseitsverdächtiges Gegentor, ein Platzverweis sowie nachlassendes Zusammenspiel kosteten dem BCF Wolfratshausen gestern Abend beim 1:1 gegen den TSV Schwabmünchen den ersten Heimsieg.

Wolfratshausen - Es ist die gängige Floskel, wenn Mannschaften ihr Tagwerk in Unterzahl beendet haben. „Letztlich müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein“, schloss BCF-Trainer Reiner Leitl seine Analyse. Stimmt grundsätzlich, berücksichtigt man die Spielanteile beider Teams, nachdem sich Wolfratshausens Patrick Motzkau mit der Ampelkarte vorzeitig in Richtung Dusche begeben musste. Gleichwohl waren die Gäste aus Schwabmünchen qualitativ nicht annähernd in der Lage, aus ihrem nummerischen Vorteil irgendein Kapital zu schlagen.

In der Summe des Ganzen war die Punkteteilung im ersten Farcheter Bayernliga-Heimauftritt dennoch gerecht. Der BCF versäumte es, das Spiel im ersten Abschnitt „in unsere Richtung zu bringen“ (Leitl). Gemeint waren die Chancen von Basti Pummer und Christoph Hüttl - Hochkaräter vor dem Herrn. Pummer hätte bei Paul Müllers scharfer Hereingabe nur noch den Fuß hinhalten müssen. Doch fand der Ball auf kuriose Weise ein Schlupfloch. „Wir haben leider nur ein Tor gemacht“, bedauerte der Trainer. Der Verantwortliche für den ersten Heimtreffer der neuen Saison hätte beim Buchmacher gewiss für magere Gewinne gesorgt. Es war nämlich wieder einmal Marco Höferth - diesmal unter Mitwirkung von Gäste-Goalie Michael Schreitmiller, der den gezwirbelten, aber zentral getretenen Freistoß über seinen Scheitel ungewollt passieren ließ. Schicksalsmoment für einen Ersatztorhüter. Farchets Schlussmann indes bewies, dass er zurecht aufgestellt worden war: Kevin Pradl spielte gut mit, gab Kommandos, bügelte auch mal den einen oder anderen Lapsus seiner Vorderleute aus. Und davon gab es auch gestern Abend einige.

TSV-Coach Guido Kandziora reagierte auf den Rückstand, brachte mit Menelik Ngu’Ewodo einen weiteren Angreifer. Mit ihm hatten die Farcheter so ihre Probleme. Den Ausgleichstreffer erzielte allerdings Daniel Raffler aus abseitsverdächtiger Position heraus. Leitl verteufelte den Linienrichter: „Wenn der seine Fahne hebt, bringen wir das 1:0 vermutlich über die Runden.“ So aber verabschiedete sich Motzkau nach Foul („dämlich“) und Handspiel („unglücklich“) vorzeitig. Fortan waren die Farcheter „nicht mehr so präsent, wie du es brauchst“, erkannte der Coach. „Letztlich waren wir in vielen Phasen des Spiels zu hektisch.“ Dennoch war der 54-Jährige nicht unzufrieden mit dem Endprodukt: „So ein Spiel hätten wir in der vergangenen Saison noch verloren.“(or)

Quelle: fussball-vorort.de

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