BCF-Kapitän Karl Murböck arbeitet an seinem Comeback

Mehr Zeit für die Familie: der verletzte BCF-Kapitän Karl Murböck mit den Kindern Karl, Michael und Marina. foto: dh

Lenggries/Farchet – Karl Murböck zählt zu den Pechvögeln des vergangenen Sportjahres. Ohne Fremdverschulden erlitt der für den BCF Wolfratshausen kickende Wegscheider Anfang Oktober im Landesliga-Match beim TSV Schwabmünchen einen offenen Schien- und Wadenbeinbruch.

Doch der 32-Jährige hadert nicht mit seinem Schicksal, blickt vielmehr zuversichtlich in die Zukunft: „Natürlich ist es ärgerlich. Wer Fußball spielt, muss aber mit Verletzungen rechnen. Und da hat es viele schon viel schlimmer erwischt.“

Fünf Tage hat Murböck in der Wertach-Klinik von Bobingen gelegen, wo er nach seinem Unfall operiert worden war. Doch selbst wenn sich der BCF-Kapitän an die Zeit kurz nach dem Geschehen in der 38. Spielminute erinnert, gibt es kein Jammern oder Klagen: „Alles ist wahnsinnig schnell verlaufen. Die sofortige Versorgung auf dem Spielfeld, das Eintreffen der Sanitäter und das Verabreichen der schmerzstillenden Mittel.“ Besonders in Erinnerung wird ihm auch die Kameradschaft bleiben. Nicht nur die eigenen und ehemaligen Mannschaftskameraden, Trainer und Vereinsfunktionäre haben ihn besucht oder angerufen, auch der am Unfall beteiligte Gegenspieler hat sich telefonisch gemeldet. Sein ehemaliger Mitspieler Tom Haslinger hat den Transport in die Tölzer Asklepios-Klinik übernommen. Dort war Murböck noch eine Woche, und war seit Anfang Dezember in der Rehabilitation im Medical Park St. Hubertus in Bad Wiessee . Täglich fünf bis sechs Stunden absolvierte er unter der Anleitung von Spezialisten ein Aufbauprogramm. „Für Fußballer etwas ungewöhnliche Übungen, doch ich merke die Fortschritte“, sagt der Wegscheider.“

Fast hört es sich an, als hätte Murböck sein Comeback vor Augen. Ungewöhnlich, denn vor dem Auftakt der Punkterunde hatte er seine definitiv letzte Saison beim BCF angekündigt. „Natürlich stellt sich jeder Fußballer seinen Abschied anders vor als verletzungsbedingt.“ Vielleicht noch einmal eingewechselt zu werden und einen Elfmeter zu verwandeln, hatte Murböck deshalb schon spaßeshalber verlauten lassen.

Auch wenn es die Genesung und der Heilungsverlauf erlauben sollten – eine weitere Saison beim BCF wird es nicht geben. Murböck: „Das habe ich meiner Familie versprochen.“ Irgendwo heimatnahe für einen Klub nochmals die Fußballschuhe zu schnüren ist für den ehemalige Bayernliga-Kicker aber nicht ausgeschlossen: „Dafür spiele ich einfach viel zu gerne Fußball.“ hans demmel

Quelle: fussball-vorort.de

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