Zwei Freistöße kosten SVH drei Punkte

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Ausgebremst: Arthur Kubica (rot) kommt nicht an Michael Krämer vorbei.

Heimstetten – Bayernligist SV Heimstetten ist bei seinem nächsten Anlauf, den Tabellenkeller zu verlassen, erneut auf eine Mauer geprallt. Gegen den FSV Erlangen-Bruck unterlag man vor heimischer Kulisse. Den Gästen reichten zwei Freistöße.

Statistik:

SV Heimstetten – FSV Erlangen-Bruck 1:2 (0:0)

SVH: Lehner, C. Schmitt, Aydemir, D. Schmitt, Ünver (59. Ibrahim), Löppert, Moll (78. Oretan), Wich (59. Schmalhofer), Kubica, Malenoff, Toy.

Tore: 0:1 Backens (61.), 0:2 Röwe (76.), 1:2 Ibrahim (86.).

Schiedsrichter: Wolfram Aufschnaiter (Salzburg) –

Zuschauer: 200.

„Nur ein einziges Mal vorlegen“, flehte Schromm fast nach der Partie, „mindestens ein, besser zwei Tore.“ Dann müsse der Gegner nämlich seine Deckung lockern, das schnelle Kombinationsspiel seiner Elf käme besser zum Tragen und mehr Chancen würden sich ergeben. Und davon braucht der SVH bekanntlich heuer viele, um zum Torerfolg zu kommen. Erlangen-Bruck ging im Heimstettener Rund auf Nummer sicher. Die Franken versammelten stets zwei Vierer-Riegel vor dem eigenen Strafraum, wenn der SVH in Ballbesitz kam. Zunächst konnten sich die Gäste aber einige Male nicht rechtzeitig formieren. Zu konzentriert und schnell spielte die Schromm-Elf. Nach Balleroberung schaltete sie blitzschnell um. Paradebeispiel war die erste von zwei Szenen, die dem Spiel eine andere Wendung hätten geben können – weil Heimstetten eben vorgelegt hätte: Der gute Innenverteidiger Marco Malenoff gewann einen Zweikampf, leitete den Ball sofort weiter auf Kapitän Dominik Schmitt und der steckte den Ball für Stürmer Ibrahim Aydemir sensationell durch die Gasse. Auch Aydemir machte alles richtig, umkurvte mit dem Ball am Fuß den Erlangener Keeper Matthias Gumbrecht und schoss aus spitzem Winkel in Richtung 1:0, doch ein Verteidiger kratzte die Kugel in höchster Not noch von der Linie (9.).

Noch einmal hätte der SVH in Front gehen können. Nach der Pause landete eine Flanke von Christoph Schmitt Stürmer Arthur Kubica am Elfmeterpunkt vor den Füßen. Der Aufsetzer sprang Kubica von der Brust nach oben, von dort versuchte er den Ball per Kopf über Gumbrecht zu bugsieren. Der Torsteher wehrte diesen Versuch ab, der Nachschuss von Aydemir rauschte weit über das FSV-Gehäuse (53.). Schromm legte sich fest: „Das war die spielentscheidende Szene.“

Aus vier Chancen zwei Tore

In der Folge machte Erlangen aus vier Chancen zwei Tore. Einer Ecken-Variante entsprang ein Weitschuss von Bastian Lunz, den SVH-Keeper Patrick Lehner gerade noch über die Latte lenken konnte (57.). Gleich im Anschluss an die folgende Ecke sauste eine Flanke an Freund und Feind vorbei durch den Heimstettener Strafraum. Am zweiten Pfosten nahm Felix Günther den Ball ab, Lehner parierte mit einem unglaublichen Reflex (58.).

Nur drei Minuten später konnte aber auch Lehner nichts mehr retten. Arpard Backens bekam einen Freistoß aus dem Halbfeld von rechts in das verwaiste Zentrum vor dem SVH-Strafraum gespielt und zirkelte die Kugel in die lange Ecke (61.). 0:1, wieder musste Heimstetten einem Rückstand hinterherlaufen, ganz nach dem Geschmack der Franken. Hinten schön Zement angerührt, bekamen sie noch einen Freistoß zugesprochen, den Sven Röwe zum 0:2 in den linken oberen Torgiebel hämmerte, als wäre Sonntag gewesen (76.). Der Bilderbuch-Treffer von Junis Ibrahim kam für Heimstetten zu spät (86).

Von Matthias Vogel

Quelle: fussball-vorort.de

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