Zwei Weltmeister als Trainer

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Michael Stegmayer spielte zuletzt beim FC Vaduz unter Pierre Littbarski.

Unterhaching - An prominenten Trainern mangelt es Michael Stegmayer wirklich nicht. Der Neuzugang der SpVgg Unterhaching spielte zuletzt beim FC Vaduz unter Pierre Littbarski.

Mit Hachings Trainer Augenthaler verbindet den 25-Jährigen aber noch mehr. Augenthaler war es nämlich, der Stegmayer beim VfL Wolfsburg zum Bundesliga-Spieler machte. 21 Jahre alt war er da gerade und hatte den Schritt aus der Talentschmiede des FC Bayern II zu einem Erstligisten gewagt. Elf Bundesliga-Einsätze bekam Stegmayer unter Augenthaler beim VfL. Danach allerdings folgte im Ein-Jahres-Rhythmus eine Odyssee durch Deutschland und zuletzt die zweite Schweizer Liga, die ihm zwar auch 30 Zweitliga- und 29 Drittliga-Spiele für Jena und Aalen bescherte, ihm aber auch schon in den Startblöcken der Karriere das Prädikat Wandervogel einbrachte.

Damit soll nun Schluss sein. In Unterhaching unterschrieb Stegmayer einen Zweijahres-Vertrag, sein Engagement will er damit aber keineswegs von vornherein begrenzt wissen. „Wenn fünf oder sechs Jahre draus werden, bin ich auch nicht traurig“, sagt er.

Stegmayer soll Schaschko beerben

Der Trainer Augenthaler war ein wichtiges Element, nach München zurückzukehren, die Stadt ein zweites. Geboren ist Stegmayer in Heidenheim, „München ist mir aber ans Herz gewachsen“, sagt er, auch seine Frau Sandra kommt von hier und kehrte in ihre Heimat zurück. Dass die SpVgg mit Augenthaler einen altbekannten Trainer hat, der Ende Mai zum ersten Mal bei Stegmayer anrief und um seine Dienste warb, gilt als noch gewichtigeres Argument: „Als ich gewusst habe, dass er hier Trainer bleibt, habe ich mich nicht mehr weiter nach einem Verein umgeschaut. Unter ihm zu arbeiten, ist schon ein gewaltiger Grund, dass ich unterschrieben habe.“

Stegmayers Rolle in der neuen Hachinger Mannschaft, ist klar umrissen. Er soll Raphael Schaschko auf der linken Abwehrseite beerben, der als Vize-Kapitän etwas überraschend keinen Vertrag mehr bekam. Er sieht es „als neue Herausforderung, ich weiß, was man von mir erwartet. Ich bin mit 25 Jahren kein Talent mehr und habe eine gewisse Erfahrung, die möchte ich einbringen.“

Hinten dichtmachen, nach vorne Druck entwickeln und Flanken schlagen sind seine primären Aufgaben. Auf seiner Position ist er praktisch konkurrenzlos, aber – auch das kennt er von Augenthaler schon – als „gesetzt“ fühlt er sich nicht.

„Das würde ich nie sagen. Ich muss mir das Vertrauen des Trainers erarbeiten. Aber wenn ich meine Leistung bringe, werde ich auch Spiele machen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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