Zweiter Anzug passt nicht

Ganze zwei Minuten stand Christopher Korkor (am Ball) beim Pokalmatch in Holzkirchen auf dem Feld, dann kassierte der BCF-Einwechselspieler die rote Karte. foto: or

Wolfratshausen - BCF scheidet nach 2:4-Niederlage in Holzkirchen aus Totopokal aus

Mit einer 2:4-Niederlage im Totopokal haben die Fußballer des BCF Wolfratshausen ihr Pflichtspielprogramm eröffnet. Nach der von Reiner Leitls zuvor offen geäußerter Geringschätzung für diesen Wettbewerb könnte man meinen: kein Drama. Aber wie dieses unerfreuliche Resultat zustande gekommen ist und dass der Bayernligist nun keine weiteren Termine mehr hat, um Ergänzungsspieler zu testen, das stieß doch auf Missmut beim Farcheter Trainer.

Im Endeffekt war es ein klassisches Eigentor der zweiten Garde. Abgesehen von den Routineris Basti Pummer, Marco Höferth und Christian Duswald trat der BCF weitgehend mit Akteuren an, die den Anpfiff der Punktspiele in der Regel von der Ersatzbank aus miterleben. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich daran vorerst nichts ändern. Entgegen vorheriger Vermutung sehe er den „einen oder anderen doch nicht in der Formation“, ließ der 55-Jährige durchblicken. Zumindest hätte das Gros seiner Pokalelf die Partie „nicht richtig ernst genommen“. Zugeschaut hätten sie, was die Holzkirchner da so treiben. Leitls Manöverkritik: „Da muss mehr Pfeffer rein.“

Immerhin ist sich der BCF treu geblieben, was die Entstehung der gegnerischen Treffer betraf. Wie so oft habe man kräftig mitgehofen. „Alle Gegentore waren eine Katastrophe“, sagte Leitl kopfschüttelnd. Bereits nach drei Minuten sorgte Florian Scheck mit einem Pass aus der Viererkette ins Zentrum für Unruhe. Beim zweiten Rückschlag - Werner Schuhmann glich zwischenzeitlich nach Vorarbeit von Almir Dzaferovic aus - brachte Michael Rauch seinen Tormann Manuel Kluge mit einem halbhohen Rückspiel dermaßen in Bedrängnis, dass der 31-Jährige in der Hektik über den Ball schlug. Das 1:3 fiel aus einer Kontersituation heraus, als die BCF-Angreifer mit dem Schiedsrichter über eine elfmeterverdächtige Situation diskutieren wollten und unkonzentriert waren.

Und dann war da noch Christopher Korkor. Zuletzt von Leitl noch mit Lob für einen engagierten Auftritt als Rechtsverteidiger bedacht, stand der 20-Jährige in Holzkirchen keine zwei Minuten auf dem Platz: Korkors erste Aktion nach seiner Einwechselung war gleichzeitig seine letzte. Einem grenzwertigen Tackling folgte die rote Karte. „Von der Seite war er ohne Chance, den Ball zu bekommen“, schimpfte Leitl. Diese Aktion sei ganz und gar „nicht zielgerichtet“ gewesen. Ganz zum Schluss gab es dann noch etwas Positives zu vermelden: Onur Misirlioglu köpfte nach einem Eckball zum 2:4-Endstand ein. Aber der ist ja auch Stammspieler der Farcheter.(or)

Quelle: fussball-vorort.de

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