Neuzugang schießt scharf

"100 Prozent Münchner!" EHC-Star Schütz im Interview

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Zielsicher: Felix Schütz am Schießstand.

München - Willkommen, Felix Schütz! Der Nationalstürmer, der der aus der russischen Liga KHL kam, ist schon nach wenigen Tagen voll dabei beim EHC: das Interview.

Schütz mit tz-Reporterin Lena Meyer.

Er unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag mit Ausstiegsklausel, denkt aber vorerst nur ans Hier und Jetzt. Die tz traf den Neuzugang zum Willkommens-Interview auf dem Oktoberfest – stilecht an der Schießbude Stey. Und siehe da, auch mit dem Gewehr macht Schütz seinem Namen alle Ehre. Schütz schießt scharf – das Interview:

Herr Schütz, was reizt Sie am EHC Red Bull?

Schütz: Ich bin bereits seit einigen Wochen wieder in Deutschland, habe bereits einige Male mit dem EHC trainiert. Nachdem die Verhandlungen mit Russland stagniert haben, bekam ich das Angebot. Für mich ist das eine tolle Möglichkeit. Gemeinsam mit Red Bull wird in München etwas Großes aufgebaut. Ich freue mich, Teil davon zu sein.

Trotzdem, Sie haben eine Ausstiegsklausel, wohnen daher erst einmal bis Ende Dezember im Hotel. Inwieweit ist die Rückkehr in die russische Liga für Sie ein Thema?

Schütz: Vorerst nicht. Ich bin nun erst einmal zu hundert Prozent ein Spieler der Münchner. Schließlich bin ich ja auch keine 20 mehr und weiß, was es bedeutet, für ein Team auf dem Eis alles zu geben. Mit meinen Gedanken bin ich dabei nirgendwo anders. Ich habe mich entschieden, dass es für mich nicht gut wäre, vertragslos alleine zu trainieren und darauf zu warten, dass sich in Russland etwas tut. Insofern freue ich mich sehr über das Engagement beim EHC Red Bull.

Ihre ersten zwei Spiele haben Sie absolviert, bereits für zwei Tore gesorgt.

Schütz: Ich bin begeistert von meinem neuen Team und denke, dass wir Großes erreichen können und die Möglichkeit haben, am Ende unter den besten Vier zu stehen. Was mich angeht: Ich merke schon, dass ich noch an Physis dazugewinnen muss. Das erste Drittel läuft problemlos, in den weiteren ist es nicht mehr so leicht. Deshalb werde ich hart an mir arbeiten.

Sie kommen aus Erding, auch Ihre Frau wohnt dort. Hat die Nähe zu München ebenfalls den Ausschlag für ein Engagement beim EHC gegeben?

Schütz: Absolut. Wir waren häufig getrennt. Zunächst war da die Zeit in den USA, dann folgte mein Engagement in Russland. Es ist schön, nun näher bei ihr und meiner Familie zu sein. Mein Opa musste vor drei Wochen nach einem Schwächeanfall ins Krankenhaus eingeliefert werden. Von München aus kann ich ihn besser unterstützen.

Was sind die größten Unterschiede zwischen der KHL und der DEL? 

Schütz: In Russland ist Eishockey das, was bei uns Fußball ist – ein Nationalsport. Das Spiel ist physischer, schneller und die Eisfläche wird noch mehr genutzt.

Was ist Ihr Ziel für die kommende Saison?

Schütz: Zunächst einmal, wie wohl bei jedem Spieler: möglichst verletzungsfrei zu bleiben. Ich möchte kurzfristig meine Athletik verbessern und langfristig alles mit meinem Team erreichen, was möglich ist. Und als Stürmer ist da dann ja noch eine Sache: Viele Tore schießen (lacht).

Apropos Schießen. Wir sind hier auf der Wiesn. Nach den Jahren im Ausland etwas Besonderes, oder?

Schütz: Stimmt, aber in den letzten Jahren hatte ich kaum die Möglichkeit herzukommen. Ich freue mich schon, gemeinsam mit meinem Team am kommenden Montag auf Einladung unseres Sponsors Hacker-Pschorr wieder hier zu sein.

Interview: Lena Meyer

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