Wolf über DEL-Start und neue Aufgaben

Zufrieden, Herr Kapitän?

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Kapitän Michael Wolf (r.) & seine Kollegen

München - Auf ins zweite DEL-Wochenende. Nach der Niederlage nach Penaltyschießen in Köln und dem Sieg gegen Meister Mannheim hat der EHC Red Bull München derzeit vier Punkte auf dem Konto. Jetzt geht es gegen Straubing.

Auf ins zweite DEL-Wochenende. Nach der Niederlage nach Penaltyschießen in Köln und dem Sieg gegen Meister Mannheim hat der EHC Red Bull München derzeit vier Punkte auf dem Konto – steht auf Platz vier der Tabelle. Freitag Abend geht es um 19.30 Uhr in Straubing weiter. Zeit für eine Auftaktbilanz. Die tz sprach mit Kapitän Michael Wolf (34).

Herr Wolf, das erste DEL-Wochenende liegt hinter Ihnen. Wie lautet Ihre erste Bilanz?

Wolf: Es ist ganz ordentlich gelaufen. Allerdings ist nicht von der Hand zu weisen, dass wir lieber sechs Punkte als vier geholt hätten. Nichtsdestotrotz waren wir auch in Köln über lange Strecken mindestens ebenbürtig und hatten unsere Chancen zu gewinnen. Das Spiel gegen Mannheim war dann eine Steigerung. Wir haben eine starke Mannschaftsleistung gezeigt, das häufige Unterzahlspiel gut gemeistert und letztendlich verdient gewonnen. Alles in allem können wir zufrieden sein!

Die laufende Saison ist noch sehr jung. Trotzdem die Frage: Haben Sie nun Spieler mit Qualitäten im Team, die Ihnen in der vergangenen Spielzeit gefehlt haben?

Wolf: Es ist in der Tat noch ein wenig früh, um das abschließend beurteilen können. Die Mannschaft der vergangenen Saison war ebenfalls stark und wir haben eine gute Hauptrunde gespielt. Aber klar: Es ist schon jetzt – auch nach unseren Leistungen in der Champions Hockey League – zu erkennen, dass wir einige sehr gute Spieler dazubekommen haben.

Die zur Not auch so richtig in die Bresche springen. Einen wie Steve Pinizzotto, der sich gegen Mannheim ein handfestes Duell mit Denis Reul lieferte, gab es in der vergangenen Spielzeit nicht.

Wolf: Das stimmt. Und es ist definitiv besser, Steve im eigenen Team zu haben (lacht). Nein im Ernst, es ist natürlich von Vorteil, wenn es Spieler gibt, die keine Scheu haben, für die Mannschaft einzutreten und zeigen, was Sache ist. Aber das heißt nicht, dass so etwas nun jedes Mal vorkommen wird.

Wo liegen Ihrer Meinung nach noch die Baustellen im Team? Worauf liegt momentan im Training der Fokus?

Wolf: Da gibt es keine spezielle Baustelle. Es ist vielmehr das Gesamtpaket, an dem wir arbeiten. Zum einen müssen wir als Team noch weiter zusammenwachsen – das ist immer zu Beginn einer Saison so. Zum anderen feilen wir an den grundlegenden Dingen: das Powerplay, das Unterzahlspiel, die Verteidigung…

Am Freitag geht’s auswärts gegen Straubing – dem Tabellenführer nach dem ersten Wochenende. Worauf kommt’s da an?

Wolf: Wir haben uns bisher gut präsentiert – sei es in der Champions Hockey League oder eben in der DEL. Und genau daran werden wir anknüpfen. Heißt: Unser Spiel durchziehen – ob nun auswärts oder daheim. In der DEL gibt es keine Mannschaften, die mehr oder weniger gefährlich sind.

Für Sie steht demnächst eine Veränderung an. Ihre Frau erwartet das zweite Kind. Gibt es schon Absprachen, falls die Geburt auf einen Spieltag fällt?

Wolf: Nein, da gibt es noch keine (lacht). Aber ein paar Wochen bleiben uns auch noch.

Interview: Lena Meyer

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