Kein Platz für Zweifel vor Spiel zwei

EHC mit breiter Brust nach Köln: "Das wird Spaß machen"

+
Die Fans sehen ihr Team schon im Finale – am Freitag soll in Köln der zweite Semifinalsieg her.

München - Mit breiter Brust reist der EHC Red Bull München zum zweiten Halbfinal-Spiel nach Köln. Das Jackson-Team freut sich auf die Arena, bleibt aber konzentriert und fokussiert.

Ihre Forderung teilten die Fans des EHC Red Bull München per Choreo vor dem ersten Spiel der Serie im Playoff-Halbfinale mit. „Nächster Halt: Finale“, lautete die Botschaft. Ganz unrealistisch scheint das nicht. Es folgte ein souveränes und hochverdientes 5:1 gegen die Kölner Haie. Jene Mannschaft, die schon Vorjahresmeister Adler Mannheim und Titel-Mitfavorit Eisbären Berlin ausschaltete. Also alles nur noch Formsache? Von Wegen!

Don Jackson blieb gewohnt diplomatisch. „Wir dürfen den Sieg feiern“, meinte der Headcoach zwar: „Aber nur für den Moment.“ Dabei war der eigene Auftritt „insgesamt sehr gut“. Anders als jener der Haie, die nicht so bissig, nicht so gefährlich wirkten wie gewohnt. Aus einfachem Grund. „Sie kommen aus einer Serie mit sieben Begegnungen und hatten nicht viel Zeit, um sich vorzubereiten“, sagte Jackson. „Aber sie sind immer noch ein guter Klub.“ Auch Haie-Coach Cory Clousten räumte ein: „Wir waren emotional platt und hatten nicht denselben Schwung.“ Dabei war zuvor noch unklar gewesen, ob es besser sei, im Rhythmus zu bleiben oder sich einige Tage regenerieren zu können. Das erste Duell ließ keinen Raum für Zweifel. „Wir hatten eine kleine Pause, das ist ein Vorteil“, meinte auch Mads Christensen.

Michi Wolf versenkte den Penalty zum zwischenzeitlichen 4:1.

Und er bestätigte es auch selbst mit seiner Reihe. Denn diese steuerte drei der fünf Münchner Treffer bei – zwei Mauer, einen er selbst. Dabei „war das nicht unser bestes Spiel“, meinten die Schützen unisono. Aber es gibt nun mal so Tage, da läuft es einfach. Den Lob habe sich ohnehin das gesamte Team verdient. Vor allem die Reihe mit Frederic St.-Denis, Matt Smaby, Jason Jaffray, Michi Wolf und Yannic Seidenberg. „Ein wichtiger Moment war die Phase, in der sie fast drei Minuten auf dem Eis standen, dabei fokussiert bleiben und die Positionen halten mussten“, sagte Jackson. Vor allem aber hatten sie die wohl gefährlichste Haie-Kombination um Patrick Hager und Philip Gogulla bestens im Griff. „Sie hatten ein wirklich starkes Spiel, das war ein Schlüssel für uns“, lobte Christensen: „Sie haben super Arbeit geleistet, das hilft der ganzen Mannschaft.“

Darauf werden die Red Bulls am Freitag in Köln (19.30 Uhr, bei uns im Live-Ticker) ebenfalls angewiesen sein. „Das“, warnt Jerome Samson, „kann ein ganz anderes Spiel werden.“ Klar spielten da auch die vielen Zuschauer eine Rolle. „Das wird Spaß machen“, sagt Mauer. „Aber nichtsdestotrotz zählt nur die Leistung auf dem Eis. Wir müssen an diese Leistung anknüpfen, dann können wir auch dort gewinnen.“

DEL Playoffs 2016: Alle Termine und Infos

Wie Sie die DEL Playoffs 2016 live sehen, erfahren Sie im TV Guide. Außerdem haben wir für Sie alle wichtigen Infos zu den DEL Playoffs 2016 zusammengefasst.

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

„Fürs Gewinnen gibt es kein Limit“
„Fürs Gewinnen gibt es kein Limit“
So geht es Maxi Kastner jetzt
So geht es Maxi Kastner jetzt
EHC verliert wieder gegen Aufsteiger - und verspielt Platz eins
EHC verliert wieder gegen Aufsteiger - und verspielt Platz eins
300 PS für die Roten Bullen!
300 PS für die Roten Bullen!

Kommentare