NHL-Star Dennis besucht Bruder Yannic

EHC-Trainingslager: Ein Seidenberg kommt selten allein

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Yannic (l.) und Dennis Seidenberg

Garmisch-Partenkirchen - Zwei Brüder – eine Leidenschaft. In der Familie Seidenberg wird Eishockey komplett groß geschrieben. Als NHL-Star Dennis seinen Bruder Yannic im EHC-Trainingslager besucht, ist die tz dabei. Das Interview:

Zwei Brüder – eine Leidenschaft. In der Familie Seidenberg wird Eishockey komplett groß geschrieben. Schließlich sind Dennis (33) und Yannic Seidenberg (30) von Kindesbeinen an auf dem Eis unterwegs. Und das erfolgreich! Während Yannic Seidenberg nun schon die zweite Saison beim EHC Red Bull München unter Vertrag steht, gelang Dennis bereits 2001 der Sprung in die US-amerikanische Eishockeyliga, die NHL. Sein größter Erfolg bisher: 2011 gewann der Deutsche mit seinem Team, den Boston Bruins, den Stanley Cup. Seinem jüngeren Bruder Yannic fehlt ein Titel bisher noch, das könnte sich aber schon bald ändern! Schließlich arbeitet Yannic seit vergangenem Samstag mit dem EHC Red Bull München im Trainingslager in Garmisch daran, die perfekten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison zu schaffen. Das Beste: Sein Bruder Dennis kam für eine Woche zu Besuch und trainierte ebenfalls mit. Das tz-Interview mit den Brüdern.

Dennis und Yannic, nun sind Sie zumindest für eine Woche Teamkollegen. Etwas Besonderes?

Yannic: Auf jeden Fall! Wir haben ja bereits in der Nationalmannschaft und bei den Adler Mannheim gemeinsam gespielt. Besonders als ich noch jünger war, hat mir das sehr geholfen. Ich habe so einiges von Dennis gelernt. Mittlerweile ist es zwar nicht mehr so, dass wir einander einen Rat geben. Aber es ist schön, eine Woche gemeinsam zu verbringen. Schließlich haben wir uns in diesem Jahr wenig gesehen.

Dennis: Normalerweise verbringen wir immer in der Sommerpause einige Zeit miteinander. Das hat in diesem Jahr leider nicht funktioniert. Insofern war ich froh, als ich das Angebot bekommen habe, eine Woche im Trainingslager dabei zu sein, bevor auch für mich in den USA das reguläre Training startet.

Verfolgen Sie beide eigentlich die Karriere des jeweils anderen?

Yannic: Klar! Ich verfolge die Spiele meines Bruders. Morgens schaue ich mir immer die Zusammenfassung der Partien von Dennis an. Außerdem stehen wir in engem Kontakt.

Dennis: Bei mir ist es dasselbe. So oft es geht, informiere ich mich über den Saisonverlauf in Deutschland.

Dennis, Sie konnten Erfahrungen in der DEL und der NHL sammeln. Worin bestehen die Unterschiede?

Dennis:  Die Eisfläche macht natürlich einen großen Unterschied. In den USA ist sie kleiner. Es gibt außerdem mehr Körpereinsatz als in Deutschland. Ich würde sagen, es ist erst einmal schwerer, in der DEL zu spielen. Weil auf dem Eis einfach viel mehr Raum ist, die Technik viel komplexer ist.

Wie sieht es mit den Vereinsstrukturen aus?

Dennis: Ich kann zwar nicht für die gesamte DEL sprechen, aber ich kenne die Adler Mannheim und den EHC Red Bull München. Diese Teams kann man von der Struktur durchaus mit denen in den USA vergleichen.

Was sind Ihre persönlichen Ziele in dieser Saison?

Yannic: Mein Hauptziel ist immer, dass ich gesund und ohne Verletzung durch die Saison komme. Wenn es zusätzlich in der Mannschaft gut läuft, kann man auch persönlich viel erreichen.

Dennis: Mein Ziel ist es erst einmal mich wieder komplett von meinem Kreuzbandriss zu erholen und dann wieder eine gute Rolle in meiner Mannschaft zu spielen. Mir ist es wichtig, konstant meine Aufgaben zu verrichten und dem Team zu helfen.

Interview: Lena Meyer

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