Warum die Cracks jetzt Schnurrbärte tragen

EHC rasiert Vizemeister Berlin mit seinem jüngsten DEL-Team aller Zeiten

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Maxi Kastner (l.) freut sich über seinen Führungstreffer mit Vorlagengeber Dennis Lobach.

Der EHC Red Bull München feiert den sechsten Sieg in Serie, auch der Vizemeister Eisbären Berlin kann den verletzungsbedingt dezimierten Champion nicht stoppen.

München - Der berühmteste Bartträger beim EHC Red Bull München ist zweifelsohne Stilikone und Urbayer Konrad Abeltshauser. Doch seit Donnerstag ist er nicht mehr der einzige, der einen markanten Schnauzbart trägt, unter anderem Youngster Maxi Daubner hat sich ihm angeschlossen. Der Grund: Mit dem Start des Novembers ist auch die Zeit der Movember-Aktion (moustache = Bart) gestartet, mit der vor allem Eishockey-Profis auf Prostatakrebs aufmerksam machen und Spenden sammeln möchten - eine haarige Angelegenheit für den guten Zweck.

Die Spieler selbst verzichten also die nächsten Wochen auf die Komplettrasur, doch am Donnerstag rasierte der Meister im Kollektiv in der Neuauflage des Finales der vergangenen Spielzeit den Vizechampion aus Berlin. 189 Tage nach dem Titelgewinn im April siegten die Münchner vor 5650 Zuschauern im Olympia-Eisstadion mit 3:1 (1:0, 1:0, 1:1).

Bei den Red Bulls fehlten erneut acht Spieler, kurzfristig war auch John Mitchell wegen eines Trauerfalls in der Familie ausgefallen. Deswegen durfte Philipp Wachter (23), normalerweise drittklassig beim SC Riessersee aktiv, erstmals beim Meister aufs Eis. Nie war ein DEL-Team des EHC jünger als an diesem Donnerstag.

Zwei etwas glückliche Treffer bringen EHC auf die Siegerstraße

Ein junger Wilder war auch am Führungstreffer durch Maxi Kastner (13.) beteiligt, Dennis Lobach gab den Assist. Etwas Glück war dabei, denn Berlins Keeper Kevin Poulin rutschte die Scheibe aus spitzem Winkel durch die Beine. Noch glücklicher allerdings war er zweite EHC-Treffer, denn Eisbären-Verteidiger Mark Cundari bugsierte nach einem Schussversuch von Mark Voakes nur 17 Sekunden nach Wiederbeginn den Puck mit der Hand über den eigenen Schlussmann hinweg ins Tor – 2:0. „Das nehme ich gerne mit“, grinste Voakes, dem der Treffer offiziell zugesprochen wurde.

EHC-Goalie Aus den Birken erstmals nach 193 Minuten geschlagen

Es sollte allerdings noch einmal spannend werden, denn Cundari überwand in der 50. Minute wie aus dem Nichts EHC-Goalie Danny aus den Birken erstmals nach 193 gegentorlosen Minuten und verkürzte für die Gäste auf 2:1. Doch es sollte für den EHC nicht mehr haarig werden, Patrick Hager besorgte die Entscheidung ins leere Tor 21 Sekunden vor dem Ende.

Haarig ist auch das Programm des EHC bis zur Deutschland-Cup-Pause. Zuvor geht es noch zum ERC Ingolstadt, der sechs seiner letzten sieben Spiele gewinnen konnte, und am Dienstag steht das Achtelfinal-Hinspiel der Champions Hockey League gegen den EV Zug aus der Schweiz an.

Florian Weiß

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