100. DEL-Spiel von Eder mit Erfolg gekrönt

EHC duselt sich zu Sieg über Krefeld und verkürzt Rückstand auf Spitzenreiter Mannheim

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Dichter Verkehr vor dem Kasten von Krefeld-Torhüter Dimitri Pätzold machte dem EHC um Konrad Abeltshauser (r.) das Leben schwer.

Der EHC Red Bull München verkürzt den Rückstand auf Spitzenreiter Mannheim mit einem Arbeitssieg über die Krefeld Pinguine. Tore fielen erst im Schlussdrittel.

München - Trotz einer eher dürftigen Leistung und dank eines überraschenden Patzers von Spitzenreiter Adler Mannheim konnte der EHC Red Bull München am Mittwochabend den Rückstand auf Rang eins verkürzen. Der Meister rang zu Hause die Krefeld Pinguine mit 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) nieder und rückte durch das gleichzeitige 0:4 Mannheims in Schwenningen bis auf fünf Zähler an die Adler heran.

Die Partie am Oberwiesenfeld ähnelte streckenweise teilweise mehr einem Handball-Spiel. Der Meister spielte gefällig rund um das Krefelder Tor herum, gab aber zu wenig Schüsse auf die kompakt und auf Konter hoffende KEV-Defensive um Schlussmann Dimitri Pätzold ab. Der Tabellenzehnte aus dem Westen machte die Schotten dicht, den Red Bulls fehlten drei Tage nach dem spektakulären 4:3-Erfolg in Köln Kreativität und Spritzigkeit.

EHC mit zu wenig Kreativität gegen defensives Krefeld

An dem Bild änderte sich um Mitteldrittel kaum etwas, sodass sich die grob geschätzt 40 mitgereisten Krefelder Fans nach der Hälfte der Spielzeit lautstark bemerkbar machten, da sie die Chancen darauf, etwas Zählbares am Oberwiesenfeld mitnehmen zu können, immer mehr wachsen sahen. Auch nach 40 Minuten mussten die 3510 Zuschauer noch immer auf den ersten Treffer warten. „Krefeld spielt gut bis jetzt“, musste Münchens Jubilar Andi Eder zugeben, der sein 100. DEL-Spiel absolvierte. „Die gehen immer gleich mit ein, zwei Leuten drauf, wenn wir die Scheibe haben.“

EHC-Verteidiger Button mit Duseltor als Dosenöffner

Nach 42 Minuten und 37 Sekunden landete der Puck dann aber im Netz. Verteidiger Ryan Button zog ab, traf Keeper Pätzold an der Schulter, von der die Scheibe in hohem Bogen ins Tor fiel – an diesem Abend musste es einfach ein echtes Duseltor als Dosenöffner sein. „Das kommt nicht so oft vor“, scherzte der Verteidiger über sein erst zweites Saisontor. John Mitchell machte mit einem Treffer ins leere Gehäuse 32 Sekunden vor dem Ende den Deckel drauf.

Florian Weiß

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