Münchens Kapitän über sein Jubiläum

Glückwunsch zum 500. Spiel, Herr Wolf!

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500. DEL-Spiel: Michael Wolf

München - Gegen die Thomas Sabo Ice Tigers (19.30 Uhr) steht EHC-Crack Michael Wolf am Freitag zum 500. Mal in der DEL auf dem Eis. Die tz sprach mit ihm über sein Jubiläum.

Gegen die Thomas Sabo Ice Tigers (19.30 Uhr) steht EHC-Crack Michael Wolf am Freitag zum 500. Mal in der DEL auf dem Eis. Die bisherige Bilanz des Nationalspielers könnte kaum beeindruckender sein. 499 Spiele, 239 Tore, 231 Vorlagen, 470 Punkte. Zahlen, von denen die meisten Eishockey-Profis nur träumen können. Allein für die Iserlohn Roosters traf er in den vergangenen neun Spielzeiten 233-mal. „Er ist nicht nur ein super Spieler, sondern auch ein absolutes Vorbild an Wille, Einsatz und Ehrgeiz“, sagt Nürnberg-Stürmer Patrick Reimer. Und Torhüter Dennis Endras von Meisterkonkurrent Adler Mannheim lobt: „Auch wenn er das nie hören will und wir ihn gern damit verschaukeln, blickt doch jeder zu ihm auf.“ Was Michael Wolf selbst über sein Jubiläum denkt, erzählt er im tz-Interview.

Herr Wolf, Glückwunsch zum 500. DEL-Spiel am Freitag!

Wolf: Danke, Wahnsinn, dass es wirklich schon so viele sind!

Mitgezählt haben Sie also nicht?

Wolf (lacht): Nein, das nicht. Ich habe in der vergangenen Woche auf einer Eishockey-News-Seite davon gelesen. Kurz darauf kamen die Verantwortlichen meines Vereins auf mich zu und haben mir gesagt, dass es gegen Nürnberg so weit ist und ich mit einem besonderen Spieljersey geehrt werde.

Sie werden mit der 500 spielen.

Wolf: Genau, aber das war es dann auch. Ich bin mir sicher, dass es sonst ein ganz normales Spiel für mich sein wird…

Was bedeutet das Jubiläum für Sie?

Wolf: Es ist toll, so viele Spiele bestritten zu haben. So richtig realisieren werde ich das wohl erst nach meiner Karriere. Momentan zählt für mich, das nächste Spiel zu gewinnen. Und ich hoffe, dass noch viele weitere Spiele folgen werden.

Ihre bisherigen Weggefährten schwärmen von Ihnen. Benedikt Kohl (Ingolstadt, d. Red.) sagte, Sie seien ein Vorbild für jeden.

Wolf: Das macht mich stolz. Es ist schön, wenn Kollegen gut über einen denken oder sprechen. Besser, als wenn es andersherum wäre (lacht).

Die Fans sollen eine spezielle Choreografie für Sie geplant haben.

Wolf: Wirklich? Das freut mich. Aber ganz ehrlich: Ich möchte wirklich, dass es ein Spiel wie jedes andere wird. Schließlich wollen wir unseren ersten Tabellenplatz festigen.

Ihre Siegesserie umfasst mittlerweile fünf Spiele.

Wolf: Stimmt, wir konnten in den vergangenen Wochen einige wichtige Partien gewinnen. Aber wir haben noch nicht einmal Saisonhalbzeit. Es stehen noch viele wichtige Duelle an – und es gibt immer etwas zu verbessern.

Worauf kommt es also gegen Nürnberg an?

Wolf: Nürnberg hat ein sehr gutes Team. Ihr derzeitiger neunter Tabellenplatz spiegelt nicht die eigentliche Qualität des Kaders wider. Wir müssen von Beginn an hellwach sein und das Spiel kontrollieren. Wenn uns das gelingt, haben wir eine gute Chance auf den Sieg.

Interview: Lena Meyer

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