Donnerstag starten Jackson & Co. ins Halbfinale

Red Bulls gegen Adler – Goldmann erwartet "Serie auf allerhöchstem Niveau"

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Vier Mal schlugen die Red Bulls Mannheim in der Hauptrunde

Am Donnerstag starten die Red Bulls ins Halbfinale. In der Best-of-seven-Serie treffen die Münchner auf die Adler Mannheim. Sport1-Experte Rick Goldmann beantwortet die wichtigsten Fragen.

München - Es ist das Duell zweier DEL-Schwergewichte. Am Donnerstag startet der EHC Red Bull München gegen die Adler Mannheim ins Halbfinale. Ab 19.30 Uhr (live bei Sport1, im Live-Ticker bei mannheim24.de*) kämpfen die Münchner im ersten Spiel der Best-of-seven-Serie um den Einzug ins Finale. Weil das Team von Don Jackson die reguläre Saison auf dem ersten Rang abschloss, haben die Red Bulls erneut Heimrecht.

Doch dass das kein Freifahrtschein für die nächste Runde ist, bewies das Viertelfinale der Mannheimer gegen Ingolstadt. Die Adler gewannen die Serie mit 4:1 – und dass, obwohl sie als Tabellenfünfter auf den Heimvorteil verzichten mussten. Die Münchner dominierten ihre Viertelfinalserie bekanntlich nach einem kleinen Wackler zu Beginn ebenfalls mit 4:1 gegen Bremerhaven. Nun soll nachgelegt werden.

Worauf es für die Red Bulls ankommen wird? Und welches Team als Favorit ins Rennen startet? Die tz beantwortet gemeinsam mit Sport1-Experte Rick Goldmann, der am Donnerstag mit Kommentator Basti Schwele und Moderator Sascha Bandermann im Einsatz ist, die wichtigsten Fragen.

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Welche Voraussetzungen bringen die beiden Mannschaften mit?

Während hinter den Münchnern eine nahezu konstant starke Saison liegt, hatte es Mannheim in der ersten Hälfte nicht leicht, kämpfte mit einer Vielzahl von Problemen. Dem siebenfachen deutschen Meister gelang es erst spät, sich zu fangen. Alle vier Hauptrundenspiele gegen die Red Bulls wurden verloren. Rick Goldmann: „Die Mannheimer Mannschaft vom Anfang der Saison ist auf keinen Fall mit der jetzigen zu vergleichen. Das Team hat in der Krise neu zusammengefunden und sich seit Januar kontinuierlich gesteigert. Das, was die Mannheimer im Viertelfinale gezeigt haben, war teilweise hochklassig.“

Die Red Bulls profitieren hingegen von ihrer Konstanz und dem daraus resultierenden Selbstbewusstsein. Die Niederlage im ersten Viertelfinalspiel gegen Bremerhaven hat die Jackson-Schützlinge noch einmal zusätzlich wachgerüttelt.

Rick Goldmann wird die Playoffs als Experte bei Telekom Sport und Sport1 begleiten.

Wer sind die Schlüsselspieler?

Bei den Red Bulls kommt man um einen Namen derzeit nicht herum. Stürmer Frank Mauer läuft gerade so richtig heiß. Mit bisher sechs Treffern führt er in Sachen Toren die Stürmer-Statistik der Playoffs an. Auch Dominik Kahun und Yannic Seidenberg präsentieren sich seit ihrer Rückkehr aus Pyeongchang weiterhin stark. Goldmann: „Es ist schon auffällig, dass die Olympia-Helden beider Teams den Schwung mitnehmen konnten. Auf Mannheimer Seite sind besonders David Wolf und Matthias Plachta in bestechender Form.“

Hinzu kommt das Duell der beiden Nationaltorhüter Danny aus den Birken und Dennis Endras. Während Münchens aus den Birken bei Olympia die Nummer eins im Tor war, bekam Mannheims Endras keine Einsatzzeit. Genau das könnte für ihn ein weiterer Ansporn sein, um mit Bestleistung für Aufsehen zu sorgen.

Gibt es einen Favoriten?

„Was man mit Bestimmtheit sagen kann, ist, dass es eine Serie auf allerhöchstem Niveau wird“, meint Sport1-Experte Goldmann. „Es treffen die beiden Mannschaften mit den tiefsten Kadern und den wohl höchsten Budgets der Liga aufeinander. Was den Ausgang angeht, ist für mich alles denkbar.“

Der Schlüssel zum Sieg für die Münchner wird Geduld sein. Es gilt, die Mannheimer Defensive mürbe zu machen, zu Fehlern zu zwingen und dann zuzuschlagen. „Letztendlich wird entscheidend sein, welchem Team es gelingt, über 60 Minuten oder gegebenenfalls noch länger die Höchstleistung abzurufen“, so Goldmann. Genau das hatte zuletzt auch schon EHC-Kapitän Michael Wolf gefordert.

Lena Meyer

*mannheim24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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